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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen empfangen Turbine Potsdam

Fußball, Frauen-Bundesliga : Fußballerinnen starten gegen Potsdam in die Rest-Saison

Die Partie der Bundesliga-Frauen von Bayer 04 gegen den Tabellennachbarn Turbine Potsdam am Freitagabend (19.30 Uhr) wird live im Fernsehen übertragen. „Das ist immer etwas ganz Besonderes“, sagt Trainer Achim Feifel.

Nach fast einem Monat Pause in der Bundesliga steigen die Fußballerinnen an diesem Freitag wieder in den Spielbetrieb ein – und das gleich mit einem Höhepunkt. Ab 19.15 Uhr empfangen sie den Tabellennachbarn Turbine Potsdam zum Spitzenspiel des 14. Spieltags. Die Begegnung findet im Ulrich-Haberland-Stadion statt und wird vom Fernsehsender Eurosport live übertragen. „Das ist immer etwas ganz Besonderes und natürlich freuen wir uns drauf“, sagt Coach Achim Feifel.

Die Ausgangslage könnte allerdings besser sein. Trotz der langen Pause hat sich die personelle Lage in den vergangenen Wochen nicht verbessert – im Gegenteil. Von den vielen Verletzten gibt es zwar erste Fortschritte zu vermelden. Aber die Partie kommt für die Routinierinnen Jessica Wich und Nina Brüggemann (wieder im individuellen Training) ebenso zu früh wie wohl auch für Barbara Reger, Pauline Machtens und Melissa Friedrich (wieder im Teamtraining). Zu allem Unglück sind Sylwia Matysik sowie Juliane Wirtz angeschlagen und Milena Nikolic, die zwei Wochen aussetzen musste, noch nicht wieder vollständig fit. „Das ist alles andere als optimal – ebenso wie die lange Pause“, ärgert sich Feifel. Die Unterbrechung fällt natürlich umso schwerer ins Gewicht, da Potsdam durch den DFB-Pokal vergangene Woche schon wieder ein Spiel auf Bundesliga-Niveau bestreiten konnte (2:1-Sieg gegen Sand), während Bayer sich mit einem Test gegen den Zweitligisten Gütersloh (7:0) begnügen musste.

Diese Tatsache und die langen Verletztenliste machen die Aufgabe nicht einfacher. „Potsdam ist ein richtig harter Brocken. Da müssen wir schon ein Stück weit über uns hinauswachsen, um etwas zu holen“, sagt Feifel. Dass Turbine grundsätzlich nicht unbezwingbar ist, ließ sich aber immerhin bereits im Hinspiel beobachten. Das verloren die Leverkusenerinnen zwar unglücklich mit 0:2. „Aber wir waren mindestens ebenbürtig. Uns fehlte nur etwas das Spielglück.“

Zumindest in mancher Hinsicht hat die Pause ihm und seinen Schützlingen dann aber doch genutzt. In Ruhe konnten sie die zahlreichen Defizite aufarbeiten, die sich beim bitteren 0:6 gegen Hoffenheim offenbart haben. Winterzugang Mina Tanaka hat die Zeit zur Eingewöhnung nutzen können. In dieser Hinsicht scheint sie – menschlich wie spielerisch – bereits ordentliche Fortschritte gemacht zu haben, wie sich im Training und im Testspiel zeigte. Freude bereiten Feifel zudem die starke Form von Spielerinnen wie Dorá Zeller oder Henrietta Csiszár und die gute Entwicklung der jungen Sofie Zdebel. Die darf sich durchaus angesprochen fühlen, wenn der Trainer davon berichtet, dass die personelle Notlage auch Chancen für die ein oder andere eröffnen, die bislang nicht so viel Spielzeit erhalten hat. Nur im Kollektiv – sagt Feifel – bestehe die Chance, die vielen Ausfälle zu kompensieren.

Wenn es um das Miteinander ging, dann schlug bis Sommer zumeist auch die Stunde von Führungskraft und Kapitänin Merle Barth. Die kehrt nun erstmals im Trikot von Turbine zurück an die alte Wirkungsstätte. Auch in Potsdam ist sie gemeinsam mit der aktuell verletzten Karoline Smidt Nielsen auf Anhieb Spielführerin geworden.

Wie Barth sind auch zwei weitere von insgesamt vier ehemaligen Leverkusenerinnen feste Größen im Turbine-Spiel: Nationalspielerin Johanna Elsig und Nina Ehegötz (Torschützin im Hinspiel). Noch nicht die erhoffte Rolle spielt aus dem Quartett derweil Lena Uebach. Sie bremste nach dem Wechsel eine schwere Knieverletzung aus. Deshalb wartet sie weiter auf den ersten Pflichtspieleinsatz für den neuen Klub.