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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen empfangen den SV Meppen

Fußball, Frauen-Bundesliga : Feifel warnt sein Team vor Meppens Tempo

Bayers Fußballerinnen empfangen Meppen. Trainer Achim Feifel will gegen den stark konternden Aufsteiger vor allem Herz, Leidenschaft und Willen von seinen Spielerinnen sehen.

Ihrem Saisonziel sind Bayers Fußballerinnen unter der Woche ein großes Stück näher gekommen. Durch Frankfurts Sieg gegen Essen im Nachholspiel der ärgsten Verfolger könnte sich das Team von Achim Feifel mit einem Sieg gegen das Kellerkind SV Meppen (Sonntag, 14 Uhr, Kurtekotten) vorzeitig zumindest Platz sechs sichern, den das Team vor der Saison anvisiert hatte.

Bei einem Sieg würde der Spielplan zudem noch einen kleinen Bonus bereithalten. Denn Potsdam emfängt im Duell der Leverkusener Tabellennachbarn zeitgleich die Eintracht. Das bedeutet: Als aktueller Fünfter könnte sich Bayer einen größeren Vorsprung auf den Sechsten Frankfurt (aktuell zwei Zähler) verschaffen oder ihn an Turbine (punktgleich bei besserer Tordifferenz) vorbeiziehen lassen auf Platz vier – im günstigsten Fall (einem Remis im Parallelspiel) sogar beides.

Aber da das alles nur gilt, wenn Bayer auch selbst einen Sieg einfährt, verweigert sich Feifel solchen Rechenspielen kategorisch. „Das Ergebnis aus Potsdam können wir uns anschauen, wenn wir selbst unsere Aufgabe erledigt haben. Und das wird auch schon ohne eine solche Ablenkung schwer genug“, betont er. Meppen sei nicht zu unterschätzen. Die Chancen stehen gut, dass die Warnung angekommen ist. Das hat weniger mit dem jüngsten (wenig überzeugenden) Sieg gegen Essen zu tun als mit der vorangegangenen Niederlage bei einem anderen vermeintlich kleinen Gegner, dem SV Werder.

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„Da haben wir gesehen, dass wir uns unseren Erfolg immer aufs Neue hart erarbeiten müssen und man in dieser Liga keinen Gegner nebenbei besiegt oder an die Wand spielt“, mahnt der Trainer. Auch Meppens Ergebnisse sollten als Warnung taugen. Der Aufsteiger steht aktuell nicht zufällig knapp oberhalb der Abstiegsränge und kann neben Punktgewinnen gegen die direkte Konkurrenz auch Auchtungserfolge wie die Unentschieden gegen Potsdam oder in Frankfurt vorweisen.

Während Bayer mit dem Dritten Hoffenheim einige Mühe hatte, zweimal deutlich verlor und dabei elf Tore kassierte, bezwang Meppen den gleichen Gegner nach einer knappen 0:1-Niederlage im Hinspiel im zweiten Treffen unlängst 1:0. Erschwerend hinzu kommt, dass die Gäste aus dem Emsland bei nur zwei Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit Sand belegt, überaus motiviert sein werden, auch am Rhein Zählbares mitzunehmen.

„Schenken werden sie uns ganz sicher nichts“, ist Feifel überzeugt. Das durften seine Schützlinge auch schon im Hinspiel erfahren, das zwar 3:0 für Bayer endete, aber gerade im ersten Durchgang offener war als es das Ergebnis vermuten lässt. Meppens Stärken sieht der Leverkusener Übungsleiter in einer guten Verteidigung kombiniert mit einem schnellen Umschaltverhalten und mehr Spielfreude als es bei Mannschaften aus dem Tabellenkeller üblich ist. „Bei eigenem Ballbesitz haben sie schnell viele Leute vorne. Da müssen wir höllisch aufpassen“, sagt er.

Neben Herz, Leidenschaft und Willen wünscht sich der Coach darum eine konzentrierte Abwehrarbeit sowie offensiv eine geringere Fehlerquote – und vor allem die Vermeidung unnötiger Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Die Defizite bei eigenen Angriffen gaben in Bremen den Ausschlag und brachten Bayer auch gegen Essen immer wieder in Bedrängnis. Immerhin: Die personelle Lage hat sich durch das spielfreie Wochenende etwas entspannt. Einige Ausfälle sind im Leverkusener Lager dennoch zu beklagen. Für Lara Marti, Viktoria Pinther, Jessica Wich, Sandra Maria Jessen und nun auch Barbara Reger ist die Spielzeit zudem bereits beendet.