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Bayer 04 Leverkusen: Emrehan Gedikli trumpft bei 7:0-Sieg der U19 auf

A-Junioren-Bundesliga West : Emrehan Gedikli trumpft bei 7:0 der U19 auf

Der 18-Jährige erzielt vier Tore gegen den Wuppertaler SV – und bereitet eins vor. Seine Teamkollegen aus Bayers U19 verpassen ihm den Spitznamen „Schick 2.0“.

Was Patrik Schick beim 7:1 gegen Fürth in der BayArena schaffte, gelang einen Tag später auch Emrehan Gedikli im Ulrich-Haberland-Stadion. Beim 7:0 (5:0) gegen den Wuppertaler SV schnürte der 18-Jährige einen Vierepack. Nach der Partie verpassten ihm seine Mitspieler aus Bayer Leverkusens U19 den Spitznamen „Schick 2.0“.

Nach zehn Minuten erzielte Gedikli nach Zuspiel von Felix Erken die Führung. Eine Viertelstunde später legte der Torschütze auf Zidan Sertdemir ab, der nur noch einschieben musste. Kurz darauf traf der Däne erneut – per Freistoß (27.). Bayer ließ auch nach dem 3:0 nicht nach und kam durch Gedikli zu zwei weiteren Toren innerhalb von 120 Sekunden (30./32.). In der 64. Minute legte der U19-Nationalspieler seinen vierten Treffer nach. Mit nun acht Saisontoren ist Gedikli mit dem Dortmunder Julian Rijkhoff der erfolgreichste Schütze der Liga. Den Schlusspunkt setzte Volkan Ballicalioglu, der nach einem Querpass von Linksverteidiger Ali Barak keine Mühe hatte (85.).

„In der Kabine haben mich dann viele Schick 2.0 oder auch Patrik genannt“, erzählte Gedikli im Interview mit Klubmedien. Es waren lustig gemeinte Vergleiche der Teamkameraden, die auf den zweiten Blick so verkehrt nicht sind. Gedikli und Schick erzielten nicht nur jeweils vier Tore und bereiteten zudem eins vor, sie ähneln sich auch in ihrer Spielweise. Beide sind groß gewachsene Stürmer, die nicht nur kopfballstark, sondern auch technisch versiert sind. Sie können daher auch aktiv in das Spiel eingebunden werden.

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Dennoch ist der Unterschied zwischen den Angreifern natürlich (noch) sehr groß. Das weiß auch Gedikli, der sich nach eigener Aussage im Training mit den Profis viel von dem Tschechen, aber auch von Lucas Alario abschaut. Denn langfristig will der 18-Jährige regelmäßig im Kader der Lizenzmannschaft stehen. „Keine Frage: Mein Ziel ist ein Platz im Spieltags-Kader der Profis. Wenn ich stattdessen aber bei der U19 spiele, haue ich mich voll rein und gebe alles, um der Mannschaft zu helfen und mich zu beweisen. Ich bleibe geduldig und arbeite weiter hart, dann werden weitere Chancen und Einsätze bei den Profis von alleine kommen“, sagte Gedikli.

Nach dem höchsten Saisonsieg gehen die Bayer-Junioren ungeschlagen mit 18 Punkten aus acht Partien in die Winterpause – auf dem zweiten Platz in der A-Junioren-Bundesliga West, der zur Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft berechtigen würde. „Ganz oben mitzuspielen, ist bei Bayer 04 grundsätzlich immer das Ziel“, betonte Gedikli. Am sechsten Februar steht für die U19 gleich das Topspiel an. Dann geht es für die Mannschaft von Trainer Sven Hübscher zum ebenfalls noch ungeschlagenen Spitzenreiter Borussia Dortmund.