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Bayer 04 Leverkusen: Ehemalige Leverkusenerin versenkt Feifels Mannschaft

Frauenfußball, Bundesliga : Ehemalige Leverkusenerin versenkt Feifels Mannschaft

Bayers Bundesliga-Frauen waren beim 0:2 in Potsdam keineswegs chancenlos, aber ihnen fehlten Spielglück und Effektivität im Abschluss. Nina Ehegötz trifft kurz vor der Pause zur Entscheidung.

Das Resultat an sich bot wenig Unerwartetes: Turbine Potsdam wurde der Favoritenrolle gerecht und setzte sich mit 2:0 (2:0) gegen Bayers Bundesliga-Fußballerinnen durch. Die eigentliche Überraschung war, wie glücklich der Erfolg der Brandenburgerinnen ausfiel. „Es wäre ganz eindeutig viel mehr drin gewesen“, betonte Trainer Achim Feifel.

Die Niederlage konnte der Coach auch deshalb gelassen sehen, weil seine Schützlinge zwei Siege vorgelegt hatten. Und just die Mischung aus Spielglück und Effektivität, die den Leverkusenerinnen in Freiburg und gegen Duisburg zum Erfolg verholfen hatte, ging ihnen diesmal ab. „Da haben wir aus wenig viel gemacht – diesmal war es andersherum. Uns fehlte einfach das nötige Fortune“, sagte Feifel.

Das Glücksmoment konnten im Karl-Lieberknecht-Stadion die Gastgeberinnen für sich verbuchen. Denn nach zahlreichen Bayer-Chancen und Dauerdruck der Feifel-Elf gingen sie praktisch aus dem Nichts in Führung. Sandra Maria Jessen war bei einem Diagonalball etwas zu weit entfernt und konnte nur zusehen, wie Potsdams Dina Orschmann den Ball aus halbrechter Position sehenswert unter das Lattenkreuz beförderte (23.). Auch beim 0:2 mit dem Pausenpfiff leistete sich die Hintermannschaft eine Unachtsamkeit. Durch die konnte Nina Ehegötz – eine von drei Ex-Leverkusenerinnen in der Turbine-Startelf – unbedrängt einköpfen. „Das war der Genickbruch“, kommentierte Feifel die Szene.

Sein Team versuchte zwar auch nach der Pause noch eine Menge, kam zu der ein oder anderen Chance und forderte bei einem Foul an Henrietta Csiszár (vergeblich) einen Strafstoß. So viel Druck wie im ersten Durchgang, in dem unter anderem Milena Nikolic und Viktoria Pinther je zweimal, Lilly Turanyi oder Csiszár gute Gelegenheiten nicht nutzten, konnten sie jedoch nicht aufbauen.

Spielerisch war das zur Freude des Trainers ein deutlicher Fortschritt zu den ersten Partien, vor allem angesichts der Tatsache, dass mit Abwehrchefin Nina Brüggemann (Muskelfaserriss) und Torjägerin Ivana Rudelic (in Corona-Quarantäne) zwei Schlüsselspielerinnen fehlten.

Bayer 04 Klink – Kerschowski, Wirtz, Turanyi, Jessen – Wich (75. Bücher), Matysik – Cziszár (58. Rackow), Kögel (58. Zeller) – Nikolic, Pinther (58. Friedrich).