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Reitsport: Bayer 04 bricht Gespräche über Kauf von Reitgelände ab

Reitsport : Bayer 04 bricht Gespräche über Kauf von Reitgelände ab

Der Werksclub und der Reiterverein Bayer hatten monatelang über das Areal am Kurtekotten verhandelt.

Der Verkauf von Teilen des Vereinsgeländes des Reitervereins Bayer Leverkusen an die Bayer 04 Fußball-GmbH ist gescheitert – zumindest aus Sicht von Bayer 04. "Wir haben die Gespräche beendet, weil man sich nicht hat einigen können", sagte Meinolf Sprink, der Mediendirektor des Werksclubs. Die Führung des Reitervereins wollte den Abbruch der Verhandlungen gestern nicht bestätigen. Vorsitzender Christoph Jordan verwies auf eine Stellungnahme nach der Vorstandssitzung in der kommenden Woche.

Das Scheitern der Verkaufsgespräche kommt für viele Beobachter überraschend. Im Juni vergangenen Jahres hatten die Mitglieder des Reitervereins ihrem Vorstand den Auftrag erteilt, mit der Fußball-GmbH Verhandlungen über einen Teilverkauf des Areals am Kurtekotten aufzunehmen. Ein halbes Jahr zuvor war Bayer 04 mit einem Angebot über 1,9 Millionen Euro für das gesamte 7,5 Hektar große Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zum Jugendleistungszentrum (und daher als Erweiterungsmöglichkeit) bei den Reitern abgeblitzt. Ein Teilverkauf des Areals schien für den RV Bayer jedoch aufgrund der schwierigen finanziellen Situation (die Bayer AG hatte als Namenssponsor angekündigt, ab 2015 die Fördergelder zu stoppen) alternativlos. Ein Kaufpreis von 400 000 Euro sowie die Übernahme von Hypotheken seitens der Fußballer waren im Gespräch.

Zu Beginn der Verhandlungen im Herbst 2012 waren die Reiter zuversichtlich, eine zeitnahe Einigung erzielen zu können. Noch im Oktober sagte Jordan, er wolle bis November Klarheit in der Angelegenheit haben. Doch es wurde Dezember, und Jordan musste am Rande eines vereinseigenen Turniers konstatieren: "Da muss noch sehr viel im Detail geklärt werden." Am Ende war es offenbar zu viel.

(RP)