Lokalsport: Basketball liegt Michael Kuczmann im Blut

Lokalsport: Basketball liegt Michael Kuczmann im Blut

Der Shooting Guard der Bayer Giants möchte mit einem guten Gefühl in die Zweitliga-Play-offs starten. Dafür ist ein Sieg im letzten Spiel der regulären ProB-Saison bei den Gießen 46ers Rackelos nötig. Die befinden sich jedoch in Topform.

Konstanz ist es, die den Giants in dieser Spielzeit fehlt. Das hat die jüngste 59:75-Niederlage gegen die Baskets Schwelm erneut bewiesen, nachdem sich die Leverkusener Basketballer in den beiden Partien zuvor in überragender Verfassung präsentiert hatten. "Gegen Schwelm haben wir wohl unsere schlechteste Saisonleistung abgeliefert", sagt Michael Kuczmann. Der Sohn von Giants-Trainer Achim Kuczmann absolviert trotz seiner erst 24 Jahre bereits seine sechste Saison bei den Bayer-Profis. "Schwelm war wohl einfach heißer, da sie unbedingt noch gewinnen mussten und wir die Play-offs schon erreicht hatten." Bei den Gießen 46ers Rackelos soll aber heute (19.30 Uhr) wieder ein Erfolg her.

Die Bundesliga-Zweitvertretung ist zuletzt mächtig in Schwung gekommen. Fünf Siege in Folge feierte die Truppe, die im Januar sogar noch den Austausch ihres Importspielers verkraften musste. In Dennis Mavin kam ein guter Ersatz für Jeril Taylor, der sich ins Oberhaus verabschiedete. Mavin erzielt im Schnitt 22 Punkte. Ein Sieg über Leverkusen würde für die 46ers den zweiten Tabellenplatz besiegeln. "Wir müssen davon ausgehen, dass Gießen alles daran setzen wird, uns zu schlagen", sagt Giants-Coach Achim Kuczmann.

Ein freundschaftliches Duell ist also nicht zu erwarten, denn für das eigene Selbstvertrauen wollen die Leverkusener ebenfalls beweisen, dass sie für die Play-offs gerüstet sind. "Es wäre schön, die reguläre Saison mit einem Sieg abzuschließen", sagt Michael Kuczmann. "Aber wir sind ohnehin überzeugt, dass wir gegen jede Mannschaft eine Chance haben." In der ersten Play-off-Runde treffen die Giants als Siebter oder Achter der ProB-Süd auf den FC Schalke 04 oder die Artland Dragons (Quakenbrück), die den ersten Rang im Norden unter sich ausmachen.

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"Als wir damals den Aufstieg in die ProA geschafft haben, sind wir auch nur als Fünfter in die Play-offs gegangen", zeigt sich der Leverkusener optimistisch. "Wir haben gegen die Spitzenteams der ProB-Süd gewonnen, und ich habe ohnehin das Gefühl, dass der Süden etwas stärker ist." Auf dem Feld übernimmt Kuczmann inzwischen eine Führungsrolle. "Man vergisst immer, dass er dieses Jahr erst 25 Jahre alt wird, weil er schon sehr früh im Profikader stand", sagt Vater Achim. "Ich bin froh, dass wir ihn immer im Verein halten konnten - ganz unabhängig davon, dass er mein Sohn ist, ist das eine schöne Geschichte." Als große Stärke beschreibt der Coach die Sicherheit des Shooting Guards. "Auf dem Feld macht er kaum Fehler. Das ist für einen Trainer immer angenehm."

Michael Kuczmann wurde der Basketballsport quasi im die Wiege gelegt. "Es ist das Hauptthema in unserer Familie. Da Vater, Mutter und Schwester gespielt haben, habe ich natürlich auch angefangen", sagt der Leverkusener. Bereits mit 18 Jahren schaffte er den Sprung ins Team seines Vaters. Inzwischen wohnt der Medientechnologie-Student gemeinsam mit Freundin Valeria in Leverkusen, zu Beginn seiner Profi-Karriere lebte er noch zu Hause. "Es ging dann immer um Basketball und unsere Spiele. Das hat nie genervt, sondern sehr viel Spaß gemacht", sagt er. Dass Michael unter Vater Achim spielt, sei kein Problem: "Mein Vater geht im Training mit allen locker um. Das ist immer völlig reibungslos gelaufen."

(RP)