Handball: Auswärts in der Smidt-Arena

Handball: Auswärts in der Smidt-Arena

Am Wochenende kämpfen die Bayer-Handballerinnen um den Einzug ins Halbfinale des EHF-Pokals. Gegner am Samstag und Sonntag ist der Zenski Rukometni Klub Kikinda aus Serbien – weit reisen müssen die Elfen aber nicht.

Am Wochenende kämpfen die Bayer-Handballerinnen um den Einzug ins Halbfinale des EHF-Pokals. Gegner am Samstag und Sonntag ist der Zenski Rukometni Klub Kikinda aus Serbien — weit reisen müssen die Elfen aber nicht.

Das ins Auge gefasste Wiedersehen mit Belgrad muss Renate Wolf auf unbestimmte Zeit verschieben. Doch die Enttäuschung über die entgangene Reise, die sie und ihre Mannschaft im Rahmen des Europapokals via serbische Hauptstadt zum Zenski Rukometni Klub Kikinda führen sollte, hält sich bei der Trainerin von Bayers Handballerinnen arg in Grenzen. Denn die Elfen sparen Geld und Reisestrapazen durch die Verlegung des Heimrechts im europäischen EHF-Pokal-Viertelfinal-Duell mit Kikinda.

Das Team aus der Vojvodina bestreitet sein nominelles Heimspiel am Samstag in Leverkusen, genauer gesagt: um 15 Uhr in der Smidt-Arena. Dafür weichen die Leverkusenerinnen einen Tag später nach Wiehl im Oberbergischen aus. In der Wiehltalhalle (Anwurf ebenfalls um 15 Uhr) soll am Sonntag der Einzug in die Runde der letzten Vier gelingen. An die Sportstätte haben Wolf und ihre Schützlinge eine gute Erinnerung. Schließlich trafen sie dort schon vor stattlicher Kulisse (ebenfalls im Europapokal) auf St. Gallen.

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Mit dem Zenski Rukometni Klub Kikinda kommt eines der wenigen noch im Wettbewerb verbliebenen weitgehend unbekannten Teams nach Leverkusen und Wiehl. Allerdings hat Wolf in gewohnter Manier Informationen gesammelt über die Serbinnen, die mit zahlreichen Nationalspielerinnen anreisen und im EHF-Pokal in dieser Spielzeit bislang HC Oletul Galati (Rumänien), C.B. Mar Alicante (Spanien) und T+A/VOC Amsterdam (Niederlande) ausgeschaltet haben. Zumindest ein Name in der Kaderliste sagte der Übungsleiterin der Elfen aber auf Anhieb etwas: Es ist der von Dragica Kresoja. Sie gehörte zum Kader von Skopje, das im Vorjahr den Elfen unterlegen war. Die Nationalspielerin Mazedoniens und die Weissrussin Iryna Mahilina sind Kikindas herausragenden Kräfte im Rückraum. Weitere Schlüsselspielerinnen sind Sanja Rajovic am Kreis sowie Aleksandra Djordjevic und Katarina Krpez auf den Flügeln.

Die Generalprobe für das Europapokal-Doppelduell am Wochenende gelang den Leverkusenerinnen indes nur teilweise. Mit der Defensivleistung und dem Auftritt der Keeperin Clara Woltering (und auch ihrer kurzzeitigen Vertretung Lena Knipprath) konnte Wolf zufrieden sein. In der Offensive leistete sich Bayer bei der 20:21 (9:10)-Niederlage in Oldenburg zu viele Fehlversuche. Allerdings war auch eine Menge Pech dabei. Allein acht Aluminiumtreffer wurden für Bayer notiert, einige davon in der Startphase, in der die Elfen erst mit ihrem neunten Angriff das erste Tor erzielten. "Oldenburg hat verdient gewonnen", resümierte Wolf, die nun hofft, dass ihr Team gegen Kikinda erfolgreicher zu Werke geht.

(RP)