Handball: Auf den Flügeln herrscht ein Manko

Handball: Auf den Flügeln herrscht ein Manko

Mit dem 27:26-Hinspielerfolg waren die Bundesliga-Handballerinnen von Bayer Leverkusen unfreiwilliger Auslöser der Trainerentlassung in Göppingen. Olaf Schimpf musste damals seinen Posten räumen, was auch bei Leverkusens Trainerin Renate Wolf Unverständnis auslöste: „Göppingen hat sich bei uns bestens verkauft. Vor allem hat sich die Mannschaft als intakte Einheit präsentiert.“

Morgen (16 Uhr) fährt Bayer als Tabellendritter zum Vorletzten ins Schwabenland. Und Wolf warnt eindringlich vor dem Gegner: „Die kämpfen ums Überleben und haben gerade zu Hause schon oft für Überraschungen gesorgt.“ Mit bis zu 2000 Zuschauern verfügt Göppingen über den im Kampf gegen den Abstieg so wichtigen Rückhalt, auch vor Spielweise und Kampfkraft haben die Bayer-Frauen gehörigen Respekt. Ob der knappe Hinspielerfolg eher als Anreiz, es besser zu machen. oder als Warnung verstanden wird? Wolf setzt auf einen klaren Lerneffekt. „Keine Mannschaft ist zu unterschätzen, nur mit der entsprechenden Einstellung und Konzentration können die Abstiegskandidaten auf Distanz gehalten werden“, sagt sie.

In personeller Hinsicht hat Wolf derzeit mit einigen Problemen zu kämpfen. Torhüterin Sabine Englert fällt mit einem Muskelfaserriss aus, dazu wird die rechte Seite entsprechend aufgefüllt werden müssen. Denn in Sabrina Neukamp (Bandscheibenvorfall) und Claudia Bohrmann (Muskelfaserriss) fallen die etatmäßigen Flügelspielerinnen aus, so dass Wolf zur Improvisation gezwungen ist. Denisa Glankovicova wird aus dem rechten Rückraum nach Außen weichen, auch Lyn Byl stellt eine Alternative dar.

(RP)
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