Bayer-Stars auf Medaillenjagd : Wann die Leverkusener Athleten bei der EM in Berlin starten

Vor allem Gina Lückenkemper, Mateusz Przybylko und Konstanze Klosterhalfen haben bei den bis Sonntag laufenden Wettkämpfen Chancen auf Edelmetall.

Unter den zehn Aktiven, mit denen der TSV Bayer 04 bei den Europameisterschaften im Berliner Olympiastadion vertreten ist, sind mindestens drei Medaillenkandidaten.

Für Gina Lückenkemper steht am Dienstag (21.30 Uhr) das Finale über 100 Meter an. Am Sonntag (21.20 Uhr) folgt die 4x100-Meter-Staffel. „Ich habe es vor der Saison gesagt – und das Ziel hat sich während der Saison nicht geändert: Ich will zwei Medaillen gewinnen“, erklärt die 21-Jährige. „Das wird alles andere als ein Zuckerschlecken, aber ich brauche ein perfektes Rennen und dann ist alles möglich. Ich zähle auf den Rückenwind in Berlin“, sagt Lückenkemper und meint die Unterstützung des Publikums. Die Deutsche Meisterin profitiert von der Regel, dass die schnellsten Zwölf der europäischen Bestenliste direkt im Halbfinale stehen – ohne Vorlauf.

Sehr gute Medaillenchancen hat auch Mateusz Przybylko (Donnerstag 19.45 Uhr). Der Hochspringer ist aktuell mit 2,31 Metern Fünfter der europäischen Saison-Bestenliste. In diesem Sommer sprangen lediglich zwei Mitbewerber höher als der Leverkusener bei seiner Bestleistung von 2,35 Metern. „Wenn ich in Berlin so reingehe wie bei den Deutschen Meisterschaften, ist eine Medaille drin. Ich will richtig einen raushauen“, erklärt der 26-Jährige, der im März als Dritter der Hallen-Weltmeisterschaften seine erste internationale Medaille holte. Mit im Wettkampf ist auch der beim TSV trainierende Niederländer Douwe Amels.

Die dritte im möglichen Leverkusener Medaillentrio ist Konstanze Klosterhalfen. Zwar rangiert sie über 5.000 Meter mit ihrer einzigen Zeit dieses Sommers europaweit an zwölfter Position. Schneller als ihre Bestzeit von 14:51,38 Minuten war in diesem Jahr aber nur die Niederländerin Sifan Hassan (14:22,34 min). Mit im Rennen, das am Sonntag um 20.55 Uhr gestartet wird, ist auch Denise Krebs. Als Dritte der Deutschen Meisterschaften steigerte sich die 30-Jährige am vorletzten Wochenende auf 15:26,58 Minuten.

Aussichtsreich startet auch Aleixo Platini Menga am Sonntag um 21.35 Uhr mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel. Auf Prognosen bezüglich des geplanten 200-Meter-Einzelstarts wollte sich sein Trainer Hans-Jörg Thomaskamp aber nicht festlegen.

Noch Luft nach oben hat indes die Speerwurf-Weltmeisterin von 2015 Katharina Molitor, die mit 61,91 Metern an zwölfter Stelle der europäischen Jahresbestenliste steht. Ihre Klubkollegin Dana Bergrath folgt mit 60,60 Meter an Position 15. Beide müssen zunächst die Qualifikation am Donnerstagmittag überstehen, um den Hauptwettkampf (Freitag 20.25 Uhr) zu erreichen.

Siebenkämpferin Mareike Arndt, die zurzeit in Europa auf Rang 13 notiert ist, möchte auf ihre 6.169 Punkten „noch eine Schippe drauflegen“. Sie schnürt am Donnerstag und Freitag die Wettkampfschuhe. Seine persönliche Bestleistung im Visier hat auch Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre, der mit 19 Jahren einer der jüngsten EM-Teilnehmer ist. Für ihn gilt die Qualifikation am Freitag um 11.15 Uhr als erste Hürde. Nimmt er sie, startet der Deutsche Meister beim Hauptwettkampf am Sonntag ab 19.10 Uhr.

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