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Amon-Ra und „EQ“ St. Brown hadern mit den Unparteiischen

Football : Amon-Ra und „EQ“ St. Brown hadern mit den Unparteiischen

Während Equanimeous St. Brown mit seinen Green Bay Packers einen Sieg landete, verlor sein Bruder Amon-Ra auch das sechste Spiel in Serie mit den Detroit Lions.

Reichlich Pech mit Schiedsrichterentscheidungen hatten am sechsten Spieltag der US-amerikanischen Football-Profi-Liga NFL die Brüder Equanimeous und Amon-Ra St. Brown. Die Wide Receiver (Passempfänger) mit Leverkusener Wurzeln hatten jeweils einen Ball mehr gesichert, als später die Statistiken auswiesen.

„EQ“ hatte beim Sieg seiner Green Bay Packers in Chicago (24:14) im zweiten Viertel nur kurz Gelegenheit zum Jubel. Zwar hielt er den Football in der Endzone in Händen. Aber statt 15 Yards Raumgewinn und einem Touchdown ging es für sein Team sogar zehn Yards zurück, weil die Unparteiischen im Kampf um den Ball ein Foul des Deutsch-Amerikaners gesehen haben wollten (Offensive Pass Interference).

Auch sein jüngster Bruder Amon-Ra haderte beim 11:34 der Detroit Lions gegen die Cincinnati Bengals mit einem Pass, den er schon für 25 Yards Raumgewinn gefangen wähnte. Hier entschieden die Schiedsrichter zunächst in seinem Sinne. Diese Entscheidung nahmen sie aber zurück, nachdem der Gegner per roter Flagge einen Videobeweis durchgesetzt hatte. Ihrer korrigierten Ansicht nach war der Spielzug noch nicht zu Ende, als die Gegenspieler Amon-Ra den Ball aus den Händen schlugen und sicherten – wodurch das Angriffsrecht wechselte.

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Es verging weitere Spielzeit mit einem weiteren nicht gefangenen Pass, ehe der Liga-Neuling seine magere Bilanz etwas schönen konnte, als die bis dahin blassen Lions zweimal zu Punkten kamen. Fünf Pässe für insgesamt 26 Yards steuerte er bei – und fing nach dem einzigen Touchdown seines Teams zudem einen Pass für eine erfolgreiche Two-Point-Conversion, was ihm seine ersten (zwei) Punkte in der NFL bescherte. Unter dem Strich wird aber auch er nicht zufrieden sein, zumal Detroit seit dem Wochenende das einzige Team der Liga ist, das nach sechs Partien immer noch nicht gewonnen hat.

Deutlich besser läuft es für die Packers, bei denen Bruder Equanimeous vor einer Woche fest vom „Trainings Squad“ in den aktiven Kader verpflichtet wurde. Das ist zwar keine Garantie, dass dieser Zustand lange währt. Aber gute Aktionen wie der vermeintlich gefangene Pass – beim an diesem Tag einzigen in seine Richtung geworfenen Football – sind in einer solch unsicheren Situation sicher Gold wert.

Daran ändert sich auch durch die ziemlich umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung nicht viel. Denn mit der Regelauslegung der Unparteiischen zeigten sich die Packers alles andere als einverstanden – auch Quarterback Aaron Rodgers protestierte.