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American Football: Equanimeous St. Brown macht auf sich aufmerksam

American Football : St. Brown macht auf sich aufmerksam

Im Special Team der Green Bay Packers zeigt der Football-Profi mit Wurzeln in Hitdorf gute Aktionen. Seine beiden jüngeren Brüder starten nächste Woche in einer College-Liga.

LEVERKUSEN Ernüchternd verlief der zweite Einsatz von Football-Profi Equanimeous St. Brown in dieser NFL-Spielzeit. Beim 35:20-Erfolg seiner Green Bay Packers bei den Houston Texans stand er nur bei drei Spielzügen der Offensive überhaupt auf dem Feld und war dabei nicht einmal das Ziel von Quarterback-Superstar Aaron Rodgers. Etwas öfter hatte der Wide Receiver mit Leverkusener Wurzeln die Chance, im Special Team auf sich aufmerksam zu machen – und das gelang ihm durchaus.

Bei neun Punts und Kick-offs setzen die Packers „EQ“ ein. Dabei glänzte der 24-Jährige gleich doppelt. Bei einem Punt stoppte er das Spielgerät auf der Zwei-Yard-Linie und verhinderte so einen Touchback – also dass der Ball in die Endzone springt und der Gegner von der 20-Yard-Linie starten darf. Das war deshalb so wertvoll, weil es den Texans eine um 18 Yards schlechtere Ausgangssituation für ihren Ballbesitz verschaffte.

Auf das Konto des Sohnes einer Hitdorferin gingen bei einem anderen Punt sogar noch weitere zehn Yards Nachteil für die Texans: Er hatte sich in eine so gute Ausgangslage gebracht, um Houstons Fänger zu Fall zu bringen, dass ein Gegenspieler ihn nur mit unerlaubten Mitteln stoppen konnte. Die Schiedsrichter entschieden auf unerlaubtes Halten und zehn Yards Strafe.

Bei aller Freude über die guten Aktionen hoffte St. Brown bislang vergeblich, ein Faktor in der Packers-Offensive zu werden. Durch eine Verletzung verpasste er fünf der sieben Saisonspiele. Und in den beiden Partien seit seiner Rückkehr nutzte er die zwei Gelegenheiten nicht, in denen ein Pass auf ihn geworfen wurde.

Dass seine Einsatzzeit diesmal geringer ausfiel als in der Vorwoche, könnte auch der Tatsache geschuldet sein, dass er nach seiner Knieverletzung vorsichtshalber nur eingeschränkt trainieren konnte. Die nächste Gelegenheit, die eigene Bilanz als Passempfänger (Wide Receiver) auszubauen, bietet sich „EQ“ am Sonntag beim Heimspiel gegen die Minnesota Vikings.

Er bleibt zudem nicht mehr lange der einzige St. Brown auf dem Footballfeld. Denn nächste Woche startet auch die Pacific 12-College-Liga, in der seine beiden Brüder aktiv sind – in einer stark verkürzten Saison. Zum Auftakt der nur sieben Runden umfassenden Spielzeit am 7. November wartet auf die Stanford Cardinals von Osiris St. Brown mit dem Auswärtsspiel bei dem landesweit auf Rang 14 eingestuften Oregan State Beavers gleich die wohl schwerste Aufgabe. Der jüngste – und nach Meinung einiger Experten talentierteste – der drei St. Brown-Brüder, Amon-Ra, empfängt mit seinen USC Trojans die Arizona State Sun Devils.

„Sieben Spiele sind besser als nichts“, kommentierte er die Entscheidung der verkürzten Saison kürzlich im Interview mit dem TV-Sender Sport 1. Er hätte sich zwar auch ohne Einsätze für den NFL Draft im Frühjahr 2021 anmelden können. Aber starke Auftritte mit den Trojans erhöhen seine Chance, bei der Talente-Auswahl eine gute Rolle zu spielen. Experten trauen ihm nach zwei guten Jahren zu, einer der Stars des College-Footballs zu werden. Dazu spielt er auch die richtige Position: Wide Receiver – wie seine beiden älteren Brüder.