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American Football: Amon-Ra St. Brown überzeugt in College-Liga

Football : Amon-Ra St. Brown sorgt weiter für Aufsehen in der College-Liga

Nach seinem Rekord vor einer Woche überzeugt der Wide Receiver mit Leverkusener Wurzeln mit einem Last-Minute-Touchdown für die USC Trojans.

Nur eine Woche nach seinem Rekordspiel mit vier Touchdowns in einem Viertel hatte Amon-Ra St. Brown den nächsten großen Auftritt. Denn 16 Sekunden vor Schluss fing der Wide Receiver mit Wurzeln in Leverkusen den Ball in der Endzone und sicherte dem College-Football-Team der University of Southern California auf den letzten Drücker den Sieg im packenden Stadtderby von Los Angeles bei den UCLA Bruins.

Solche Szenen in besonderen Spielen erhöhen die Chancen auf einen Wechsel in die Profi-Liga NFL – und die nächste Begegnung mit Prickelfaktor wartet schon am Freitag. Dann empfangen St. Brown und seine USC Trojans die Oregon Ducks zum Endspiel der Pac-12-Conference. Dort gelten sie nach fünf mitunter sehr knappen Siegen aus ebenso vielen Spielen als Favorit – was auch an der guten Verbindung des Top-Receivers mit Quarterback Kedon Slovis liegt.

Die Rückennummern der beiden angehenden Stars gaben gegen UCLA Anlass für Zahlenspiele. Das Social Media-Team der Trojans postete die Erfolgsformel: „9 to 8 for 7 and the lead" – also Slovis (Rückennumer 9) auf die 8 (St. Brown) für 7 (Punkte für einen Touchdown samt Extrapunkt) und die Führung. Die gleiche Arithmetik begeisterte auch Safety Talanola Hufanga. „Wenn Du der 9 und der 8 den Ball gibst, wird irgendetwas Gutes geschehen", betonte er.

Mit insgesamt zehn gefangenen Pässen für 73 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns baute der gepriesene Passempfänger seine Saisonbilanz auf sechs Touchdowns und 477 Yards (404 aus Pässen, 73 aus Returns) in fünf Partien aus. Allerdings brauchte es den Fang in der entscheidenden Angriffsserie auch, um eine Szene aus dem dritten Viertel vergessen zu machen. Da hatte er den Ball berührt, aber nicht gesichert und verhalf mit diesem Fehler UCLA-Verteidiger Stephan Blaylock zu einer Interception. Aber dieses Missgeschick überstrahlte der jüngste der drei St. Brown-Brüder anschließend mit seinem Last-Minute-Touchdown zum Derbysieg.

Für seinen ältesten Bruder Equanimeous gab es in der Profiliga NFL am Wochenende indes deutlich weniger Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Nur einmal warf Quarterback-Superstar Aaron Rodgers beim 31:24-Sieg der Green Bay Packers über die Detroit Lions einen Ball auf „EQ". Den sicherte sich der Deutsch-Amerikaner und sorgte damit immerhin für 15 Yards Raumgewinn.

Osiris St. Brown, der mittlere der footballbegeisterten Brüder mit Wurzeln in Hitdorf, fehlte derweil erneut beim College-Team Stanford Cardinal – zum vierten Mal im fünften Spiel.