Fußball : Am Weidenbusch streiten drei Parteien

Wenn zwei sich streiten, sieht der Volksmund die Freude eines Dritten vor. Wenn drei Parteien an einer Meinungsverschiedenheit beteiligt sind, fällt ein Sieger des öfteren aus. So oder so ähnlich mutet die Geschichte an, die sich in diesen Wochen rund um die Quettinger Sportanlage "Am Weidenbusch" abspielt. Als Beteiligte haben sich die Fußball-Seniorenabteilung des TuS Quettingen, die Fußball-Jugendabteilung des Vereins sowie das von der Stadt seinerzeit als Mitnutzer vorgesehene Genclerbirligi Opladen hervorgetan.

An die Öffentlichkeit gelangten die aktuellen Reibereien am Weidenbusch, als bekannt wurde, dass der TuS fristgemäß ein Jahr im Voraus Gencler den Vertrag zur Nutzung des Platzes mit dem Hinweis auf Eigenbedarf zum 31. Mai 2011 gekündigt hatte. Zum Streitpunkt der einzelnen Parteien untereinander hat sich nun die Verteilung von Trainingszeiten auf dem Aschenplatz entwickelt. Dies ist kein neues Problem, aber eins, dass sich mittlerweile um die minutengenaue Überprüfung von Zeitüberschreitungen, um mangelnde oder nicht stattfindende Kommunikation miteinander und um persönliche Animositäten zu drehen scheint.

Die Vorwürfe von Jugendleiter Andreas Danisch in der RP vom Montag, die neugegründete A-Jugend wisse nicht, wann und wo sie trainieren könne, wollte TuS-Vorsitzende Christine Richerzhagen so nicht stehen lassen. Im Plan der Trainingszeiten sei Montag, 18.30 bis 20 Uhr vorgesehen. Auf ein per E-Mail Anfang Juni verfasstes Gesprächsangebot ihrerseits sei Danisch nicht eingegangen. Ein Streit war bereits Ende Mai aufgetreten, weil A-Jugendliche zur Trainingszeit der Senioren auf den Platz gegangen waren. Streit gibt es auch um die Nutzung des Jugendvereinsheims, dessen Betreiber Helmut Schmidt jetzt gekündigt hat. Die dortige Heizung, so Richerzhagen, sei im Übrigen intakt, einzig die Rohre im Außenbereich müssten neu isoliert werden.

Gencler hatte sich beklagt, der TuS habe ihm Vorbereitungsspiele am Weidenbusch verboten. Das, sagt Richerzhagen, sei in einem Fall geschehen, weil der Platz unter der Hitze schon genug leide. Man habe kein Problem mit Gencler, sagt TuS-Fußballvorstand Ferdinand Niebel. Zwischen den Fußballabteilungen des TuS ist das offenbar anders.

(RP)