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Basketball: 85:73 in Karlsruhe - Giants schaffen den Klassenerhalt

Basketball : 85:73 in Karlsruhe - Giants schaffen den Klassenerhalt

Für die Bayer-Basketballer steht bereits zwei Spieltage vor Schluss fest, dass sie auch im nächsten Jahr in der ProA spielen dürfen.

Die Karlsruher Europahalle leerte sich an diesem Abend ziemlich schnell. Wenige Minuten zuvor hatten hier noch über 2000 Zuschauer alles gegeben, um ihre Mannschaft zum Sieg zu schreien, um vielleicht doch noch einmal eine letzte Chance auf den Klassenerhalt zu bekommen. Um kurz vor 21 Uhr war dann die Hoffnung der Ernüchterung gewichen, und die Anhänger der Badenser verließen in Scharen die Halle. Still wurde es damit aber dennoch nicht, denn unten auf dem Parkett tanzten — Fahnen-schwenkend und ausgelassen — ungefähr 15 in rot gekleidete Anhänger um die Spieler des Gäste-Teams.

Die Bayer Giants hatten durch den 85:73-(40:41)-Sieg über einen direkten Konkurrenten soeben einen riesigen Schritt in Richtung Ligaverbleib getan. Als nicht ganz eine Stunde später die Kunde über die Niederlagen von Cuxhaven und Magdeburg eintraf, stand fest: Die Riesen vom Rhein dürfen auch nächstes Jahr in der ProA spielen, bereits zwei Spieltage vor Ende der Saison steht dies fest: "Die Mannschaft war wie schon vergangene Woche gegen Gotha auf den Punkt fokussiert. Sie hat zum zweiten Mal hintereinander als es darauf ankam ihre Bestleistung abgerufen, Hut ab vor dieser Leistung", lobte Achim Kuczmann seine Spieler.

Allerdings dauerte es, bis die Giants ihre Nerven völlig im Griff hatten und zu ihrem Spiel fanden. Der Start (0:7) ging erstmal völlig daneben, dem Tabellenletzten war anzumerken, dass er gewillt war, seine allerletzte Chance für den Sprung über die rote Linie zu nutzen. Die Giants ihrerseits nahmen den Kampf zwar an, leisteten sich im Abschluss, abgesehen vom in dieser Phase überragenden Tony Watson, aber weiterhin Schwächephasen, in denen minutenlang wenig bis nichts gelingen wollte. "In der ersten Halbzeit hatten wir noch den einen oder anderen Hänger, danach haben wir aber immer mehr an Sicherheit gewonnen", meinte Kuczmann.

Vor allem aus der Distanz setzten die Giants immer wieder erfolgreich Nadelstiche gegen die Karlsruher — und ihr Publikum. Neben Kapitän Matthias Goddek konnte sich Bayer, wenn es eng wurde, stets auf sein US-Trio Eggleston, Watson und Sonnen verlassen — auch wenn deren Trainer anschließend keinen explizit herausheben wollte. Die Gastgeber blieben dank Andre Calvin und dem Schreckgespenst aus dem Hinspiel Rouven Roessler zwar immer in Schlagweite, doch lag in den Aktionen der Riesen mehr Ruhe und Abgeklärtheit.

90 Sekunden vor Schluss kam Karlsruhe noch mal auf drei Zähler ran (76:73), doch anstatt Nerven zu zeigen, antworteten die Giants mit einem 9:0-Lauf. "Die Mannschaft wollte heute alles klar machen, und so hat sie auch nach hinten raus gespielt", befand Kuczmann. Nach Angaben des Trainers soll es eine "laute und spaßige Rückfahrt" gewesen sein.

Giants Goddek (12), Legankovas (5), Twiehoff (16), Watson (19), Sonnen (12), Eggleston (19), Welling (2), Bich, Kuczmann.

(sl)