Eröffnung im Neulandpark Kuddelmuddel auf dem „Kuddelmuddel“

Leverkusen · Nach seinem Neubau ist die Spiellandschaft im Neulandpark wieder für Kinder zugänglich. Diese folgten dem Ruf gern.

 Der Spielplatz Neulandpark, genannt „Kudelmuddel“, wurde von Kindern nach seiner Neugestaltung zurückerobert. 

Der Spielplatz Neulandpark, genannt „Kudelmuddel“, wurde von Kindern nach seiner Neugestaltung zurückerobert. 

Foto: Uwe Miserius

Aufgeregt winkt Paul von einem Holzbalken rund eineinhalb Meter über dem Boden. Das dicke Seil hält er fest in seinen kleinen Händen. „Hallo Mama“, ruft er und kündigt kurz darauf an, in eines der Häuser zu klettern. Der Dreijährige ist einer der Kinder, die am Mittwoch die Wiedereröffnung des Kinderspielplatzes „Kuddelmuddel“ im Neulandpark sichtlich genossen.

Im Zuge der Landesgartenschau 2005 war der Spielplatz erbaut worden. Seine Beliebtheit sollte sich einige Jahre später als Fluch und Segen zugleich herausstellen. Denn durch die spiel- und wetterbedingte Abnutzung waren die Gerät schon bald nicht mehr brauchbar und auch eine Sanierung war nicht mehr möglich. So beschloss die Bezirksvertretung I im Januar des vergangenen Jahres Geld für einen Neubau freizugeben.

Rund ein Jahr verging seit der Planung, und endlich können Kinder aller Altersstufen wieder klettern, toben, laufen, buddeln, Sandkuchen backen und die Geschwindigkeit einiger Rutschen genießen. Die Geldsumme von 180.000 Euro, von denen der Lions Club Leverkusen 10.000 übernahm, scheinen sehr gut angelegt.

„Drittmittel sind heutzutage schwer zu bekommen“, berichtet Stadtgrünchef Lothar Schmitz in Richtung der Löwen. Die waren damals auf die Stadt zugekommen und hatten ihre Hilfe angeboten. Dank, so viel ist sicher, ist ihnen gewiss. Allerdings betont Lion Manfred Hans: „Eigentlich wollen wir die Stadt nicht unterstützen, wir haben andere Kriterien. In diesem Fall haben wir aber eine Ausnahme gemacht.“

Vom alten Spielplatz haben es nur die Rutschen aus Edelstahl in die neue Spiellandschaft geschafft. Die zu ersetzen, das wäre zu stark ins Geld gegangen, erläutert Schmitz. Das tun Großspielplätze wie der „Kuddelmuddel“ jedoch ohnehin. Schätzungen zufolge werden die Geräte 12 bis 15 Jahre halten, ehe sie ersetzt werden müssen. Das eingesetzte Eichenholz sei an der Luft durch Wind und Wetter nun mal angreifbar. Besonders problematisch sei dabei der Übergang in den Boden. Deshalb sind die Balken dort stählern aufgepfählt.

Theoretisch gebe es eine Möglichkeit, das Leben eines Spielplatzes zu verlängern. Dafür müsste er allerdings völlig aus Stahl gebaut sein (wie zum Beispiel an der Fähre in Hitdorf). „Das kostet dann aber auch zwei Drittel mehr“, erläuterte Schmitz.

Den Kindern wird es erstmal egal sein. Zwar hätten sie den Bauzaun, der lange um die Spiellandschaft im Neulandpark stand, gerne schon früher heruntergerissen, doch der große Tag war ja nun endlich gekommen. Einige Eltern trotzten bereits vor der Eröffnung dem Regen. Auch Paul und Lena hatten sich die Gummistiefel und ihre Regenjacken angezogen. Die Geschwister wollten mit die ersten sein, die den Spielplatz, dessen Geräte nahezu alle miteinander verbunden sind, eroberten. Mutter Stefanie freut’s. Einen kleinen Kritikpunkt hat die 27-Jährige doch: Es fehlen Bäume und damit der Schatten im Sommer.

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