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Gift-Attacke in Leverkusen: SPD will Weg um Oulusee von Hundehäufchen befreien

Gift-Attacke in Leverkusen : SPD will Weg um Oulusee von Hundehäufchen befreien

Wer am Oulusee spazieren geht, kommt nicht umhin, eines zu bemerken: Hund und Herrchen sind unterwegs, besser gesagt, viele Hunde und viele Herrchen. Tretminen am Wegesrand, teils auch drauf, kommen da öfter vor. Optisch nicht schön und ein Ärgernis für den, der reintritt.

Jüngst war aber dies geschehen: Ein Hund war nach einer Gassi-Runde um den Oulusee gestorben, drei zeigten Vergiftungserscheinungen. Bei der Suche der Polizei nach Giftködern war etwas "Hundefutterartiges" entdeckt worden. Das Gift sei gezielt ausgelegt worden, hieß es später von der Behörde. Warnhinweise für Hundehalter und andere Spaziergänger, vor allem jene, die mit Kindern unterwegs sind, waren am See angebracht worden.

Auf die Vorfälle reagieren jetzt Mitglieder der SPD-Fraktion in der örtlich zuständigen Bezirksvertretung III. Sie wollen zur nächsten Sitzung im November deshalb dies auf die Tagesordnung setzen lassen: "Die Verwaltung wird beauftragt, für die Grünanlagen rund um den Oulusee ein geeignetes und kostengünstiges System der Hundekotsammlung/-beseitigung vorzuschlagen." Eine Anfrage dieser Art hatte die SPD schon einmal gestellt. Damals habe es geheißen: Zunächst sollten Erfahrungen aus einer Art Pilotprojekt auf dem Gelände der Bahnstadt abgewartet werden: "Es erschließt sich uns nicht, dass zunächst Probleme testweise in einem Gebiet angegangen werden sollen, wo es noch gar keine gibt."

Vielmehr sei es wichtig, eben wegen der Giftköder-Vorfälle am Ophovener Weiher, so heißt der Oulusee offiziell, "dort ein geeignetes Konzept zur Beseitigung der Hundehinterlassenschaften zu erstellen", schreibt Bezirksfraktionschef Günter Nahl in dem Antrag. Die Kothaufen seien "zunehmend ein Ärgernis, was möglicherweise auch zu den bedauerlichen ,Gegenreaktionen' geführt hat."

(RP)