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Leverkusen: SPD will "Bildung ohne Barrieren"

Leverkusen : SPD will "Bildung ohne Barrieren"

Die Leverkusener Genossen diskutierten bei einem Parteitag zum Thema Bildung etwa über die Sekundarschulen. Über den Sinn und Zweck dieser Schulform herrsche bei der Bevölkerung noch viel Unwissenheit, sagt die SPD.

Welche Schulformen sind in Leverkusen künftig möglich? Worin unterscheidet sich die neue Sekundarschule von der bisherigen Gesamtschule? Um diese und weitere Fragen drehte sich der öffentliche bildungspolitische Parteitag der Leverkusener SPD. Vorstand und etwa 50 Delegierte waren am Samstag zusammengekommen, um die Marschroute für die nächsten Jahre festzulegen.

Im Opladener Berufskolleg an der Stauffenbergstraße hörten sie zunächst Vorträge. Sören Link, Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, nahm Stellung zum Thema "Bildung ohne Barrieren" – dem gleichlautenden Motto des Parteitages. Ulrich Thünken, ehemaliger Mitarbeiter im Ministerium für Schule und Weiterbildung, sprach über den "Bildungskompromiss in NRW – neue Chancen für die Kommunen". Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach informierte über frühkindliche Förderung.

In Workshops wurden anschließend Themen wie Lernen von Anfang an, Übergang von Grund- zu weiterführender Schule oder berufliche Bildung diskutiert. Mit den Ergebnissen will man laut Ernst Küchler, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, in den nächsten Monaten eine breite öffentliche Diskussion in der Leverkusener Bildungslandschaft anstoßen. Dabei soll natürlich auf den Elternwillen Rücksicht genommen werden. Einerlei, ob das Pendel zugunsten einer dritten Gesamt- oder in Richtung Sekundarschule ausschlägt. Laut Brigitte Jokisch, stellvertretende SPD-Vorsitzende, die die erkrankte Bürgermeisterin Eva Lux vertrat, "besteht ganz großer Aufklärungsbedarf über die Sekundarschule". Vor allem Ulrich Thünken erläuterte die Unterschiede. Bevor man weiter überlege, müsse erst eine Realschule gefunden werden, die mit einer Hauptschule kooperieren wolle. Denn genau um diese Zusammenarbeit gehe es, wenn Kinder und Jugendliche in der Sekundarschule in den Jahrgängen fünf bis zehn gemeinsam unterrichtet würden.

Hauptschullehrer hielten zwar guten Unterricht ab, lobte Thünken. Aber das "Image der Hauptschüler ist gebrochen". Dazu komme die Frage, was mit den bisherigen Schulen geschehen solle.

(kno)