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SPD fordert das Jobticket fürs Klinikum

Antrag für den Leverkusener Stadtrat : SPD fordert das Jobticket fürs Klinikum

In allen anderen Bereichen der Stadt sei das Ticket eingeführt. Für Klinikum-Mitarbeiter jedoch nicht, merken die Sozialdemokraten an. Stadt und Klinikum sollen die Kosten errechnen.

Die einen haben es schon, die anderen noch nicht. Diese Ungleichheit will die SPD nun ausmerzen und beantragt ein Jobticket für die Mitarbeiter des städtischen Klinikums. „Anfang des Jahres wurde endlich ein einheitliches Jobticket für die Mitarbeiter der Stadt sowie der städtischen Töchterunternehmen eingeführt. Damit haben wir einen großen Schritt getan, um unsere Stadt sowohl als Arbeitgeber attraktiver zu machen als auch in der Verkehrswende nach vorne zu kommen“, erinnern die Sozialdemokraten.

„Ausgenommen von dieser Maßnahme waren einzig das Klinikum und die KLS, weil die dadurch entstehenden Kosten nicht finanziert werden konnten. Die finanzielle Situation im Klinikum gestaltet sich auch weiterhin schwierig, jedoch können und wollen wir nicht verantworten, dass sich diese Engpässe noch länger zu Lasten der Mitarbeiter auswirken und die Ungleichheit bestehen bleibt“, heißt es im Antrag weiter. Die jüngste Sitzung des Rates habe gezeigt, dass eine breite Mehrheit diese Einschätzung teile. Zumal: Auch die Unikliniken Köln und Düsseldorf böten entsprechendes für ihre Mitarbeiter an.

„Eine Abfrage des Betriebsrates hat gezeigt, dass es aktuell rund 570 Interessenten für das Jobticket gibt. Bei einem Ticketpreis von 67 Euro, reduziert um den Eigenanteil in Höhe von 20 Euro, ergibt sich aktuell ein Finanzierungsbetrag von jährlich ca. 325.000 Euro“, rechnet die SPD vor. Nun sollen Klinikum und Stadt rechnen. Und zwar, ob sich das Jobticket nicht doch aus den Mitteln des Klinikums und Tochterunternehmen KSL finanzieren lasse.

Sollte das nicht so sein, „erfolgt eine Kostenübernahme im Rahmen der Verlustabdeckung über den städtischen Haushalt“, fordert Fraktionschefin Milanie Kreutz.

(LH)