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Spatenstich in Leverkusen für eine grünere Stadt

Pflanzaktion : Spatenstich für eine grünere Stadt

Oberbürgermeister pflanzt zum Einheitstag einen Apfelbaum am Sensenhammer. Doch soll das erst ein Anfang sein.

Ran an die Spaten! Bei der Aktion „Einheitsbuddeln“ wurden am Tag der Deutschen Einheit bundesweit zahlreiche neue Bäume gepflanzt. Auch in Leverkusen nahm Jürgen Bandsom, Leiter des Industriemuseums Freudenthaler Sensenhammer, die Aktion zum Anlass, um – gemeinsam mit Oberbürgermeister Uwe Richrath – am Museum in Schlebusch einen  Apfelbaum zu pflanzen.

Als Zeichen der Einheit, des Zusammenwachsens und der Zukunft wollte Uwe Richrath diesen symbolischen Akt am Donnerstagnachmittag auf dem Gelände des historischen Sensenhammers verstanden wissen: „Einen Baum zu setzen“, sagte das Stadtoberhaupt, „bedeutet auch ein Stück Zukunft zu setzen.“ Eine Zukunft, die inmitten des Klimawandels neu überdacht werden müsse. Es sollte nicht nur mehr Naturschutz betrieben werden, indem wieder mehr Bäume gepflanzt und Grünflächen und Blühwiesen angelegt werden – „wir müssen auch unseren Konsum überdenken.“ Viel zu viele Obstsorten, die sich problemlos in der Region anbauen lassen würden, „transportieren wir von außerhalb und verursachen auch dadurch eine schlechte Ökobilanz.“ Im kommenden Frühjahr, so schätzte Richrath, könne der neu gesetzte Apfelbaum – übrigens eine Zuccalmaglio Renette –  erste Früchte tragen. Spätestens dann würde er erneut kommen, um den ersten Apfelkuchen gemeinsam zu essen.

Das Einheitsbuddeln, erstmalig gefeiert, sollte die erste Pflanzaktion einer langen Tradition werden, sagten Bandsom und Richrath. In Leverkusen, im Sommer nachweislich eine der heißesten Städte der Rheinschiene, müsse viel getan werden, um sich den klimatischen Veränderungen zu stellen. Dazu gehöre es,  weitere Grünflächen auszuweisen, die Ökobilanz zu verbessern und auch den Wohnungsbau noch grüner zu planen und umzusetzen.

Richrath: „Um unsere Ökobilanz zu verbessern, müssen wir wieder mehr unsere heimische und regionale Wirtschaft stärken.“ Leverkusen verfüge bereits über relativ große Parkflächen, bemühe sich mit dem Grünflächenamt gemeinsam Blühwiesen auszuweiten, „doch auch die Wohnstruktur müssen wir ökologisch nachhaltiger gestalten.“ Grüne Dächer und in sich geschlossene Kreisläufe in puncto Energie und Wasserverbrauch etwa seien längst im Blickfeld.

„Doch ebenso wichtig ist es, finanzielle Mittel bereitzustellen um wichtige Bildungseinrichtungen, wie etwa das Natur-Gut Ophoven, das mit der Umweltbildung schon bei den Kindern beginnt, bei ihren wichtigen Aufgaben zu unterstützen“, sagte der Oberbürgermeister. Das Einheitsbuddeln sei für ihn daher ein symbolischer Akt, aber ein wichtiger, um die Gesellschaft für die Aufgaben der Zukunft zu sensibilisieren.