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Leverkusen: Spatenstich für den Campus Leverkusen

Leverkusen : Spatenstich für den Campus Leverkusen

Mehr als 100 geladene Gäste waren beim Startschuss für das Großprojekt in der Bahnstadt Opladen.

Kaum war gestern der erste symbolische Spatenstich vorbei, rollten schon die Bagger auf das Gelände an der Fakultätsstraße/Ecke Campusallee in der neuen Bahnstadt. Dort soll auf einer 29.000 Quadratmeter großen Fläche der Campus Leverkusen der Technischen Hochschule TH Köln entstehen. Die Eröffnung ist zum Wintersemester 2020/2021 geplant. Die Kosten des Gesamtprojektes betragen rund 74 Millionen Euro, die sich das Land, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb und die Hochschule teilen werden. Sechs Millionen trägt die TH als Eigenanteil. Bayer und Lanxess spendeten jeweils 500.000 Euro. Mehr als 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung waren dabei.

Ursprünglich war die Hochschule gedacht, um die doppelten Abiturjahrgänge aufzufangen. Dieser Plan, initiiert durch die damaligen CDU-Landtagsabgeordneten Ursula Monheim und Jürgen Rüttgers, misslang. Auch der später vorgesehene Baubeginn verzögerte sich - unter anderem wegen Finanzierungslücken - um insgesamt drei Jahre. Aber bald schon wird der Campus Leverkusen neue Heimat der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln, die bereits seit sieben Jahren in Leverkusen lehrt und forscht. Nach Fertigstellung sollen dort 1000 Studierende unterkommen. "Der Baubeginn markiert für das Quartier einen wichtigen Neuanfang", sagte Dr. Martins Brans, Leiter der Niederlassung Köln des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes (BLB NRW). "Mit diesem Projekt bietet Opladen für Wissenschaftler und Studierende nicht nur ein zu Hause auf Zeit, sondern eine neue Heimat zum Lernen und Leben." Der neue Fachbereich werde Absolventen hervorbringen, die nicht alle nach Köln ziehen würden. Brans gab sich überzeugt: "Opladen wird zweifelsohne an Attraktivität gewinnen." Mit Bahnstadt-Chefin Vera Rottes waren sich alle Redner einig, dass der Campus für die Stadt und die gesamte Region ein wichtiges Signal darstelle.

Oberbürgermeister Uwe Richrath hob hervor, wie sehr sich Leverkusen auf studentisches Leben im historischen Stadtteil freue und ergänzte: "Der Campus setzt eine entscheidende Landmarke und schafft Identität." Das Bauwerk entstehe "mitten in einer lebendigen Gemeinschaft mit einem gelungenen Mix aus Wohnen, Bildung, Arbeit und Freizeit", sagte NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans. "Genauso müssen Forschung und Lehre sein: Mitten im Leben." Das gesamte von den Berliner Architekten Augustin und Frank entworfene Wissensquartier mit über 11.000 Quadratmetern Mietfläche - einschließlich Hörsälen, Laboren, Bibliothek, Mensa und Seminarräumen- ist barrierefrei, nachhaltig und wirtschaftlich konzipiert. Der überwiegend zweigeschossige Bau soll sich harmonisch in die industriell geprägte Szenerie der Bestandsbauten einfügen. Einige Einrichtungen des Chemparks werden auch nach dem Umzug Lehr- und Forschungsstandort der Hochschule bleiben.

(RP)