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Leverkusen: Sparkassendirektor Uwe Krautmacher geht

Leverkusen : Sparkassendirektor Uwe Krautmacher geht

Am Freitag ist Schluss mit dem Leben am Geld: Uwe Krautmacher verlässt nach 45 Jahren die Sparkasse Leverkusen. "Ich freue mich auf den neuen Lebensabschnitt", sagt er. Eine Bilanz.

Uwe Krautmacher geht glatt als Opladener Urgestein durch. Immerhin arbeitet der Sparkassenmann seit 1991 in der Opladener Sparkassen-Filiale, die er später leitete und wo er heute als Direktor arbeitet. Dabei machte der "Uwe" seinen ersten Schrei am 7. Mai 1951 im "Klösterchen", dem damaligen Krankenhaus in Schlebusch. (Sechs Jahre später wurde Bruder und Höhner-Sänger Henning Krautmacher geboren). Als Kind musste Uwe Krautmacher eine besondere Hürde nehmen: "Ich habe vor der kölschen Sproch erst das Schlesische gelernt", sagt der Sohn eines Leichlingers und einer in Schlesien geborenen Schlebuscherin schmunzelnd.

Und auch der Start 1967 bei der Sparkasse Leverkusen war ein besonderer: "Sieben Lehrlinge haben mit mir angefangen: sechs Frauen und ich", und wieder lacht er.

Ob es ein trockener Job als Sparkassenmann war? "Überhaupt nicht", sagt Krautmacher. Er hat erlebt, wie es bei Bayer das Geld noch in Lohntüten gab und die Sparkasse am Pförtner I für die Girokonten warb. Markante Punkte im Berufsleben waren auch die Umstellung der "DDR"-Gebiete auf DM, etwa in der Partnerstadt Schwedt, oder die Einführung des Euro.

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Das Opladener Original, Opladens ehemaliger Sparkassenchef Willi Schmidtke (auch Schlesier), führte Krautmacher bei den Karnevalsgesellschaften ein. Spätestens da wurde er richtig bekannt. Was Karneval ist, das hatte Krautmacher allerdings schon als Fußballspieler des SV Schlebusch gelernt. Seit er richtig in Opladen angekommen ist, engagiert er sich im Komitee Opladener Karneval (KOK) und im Verkehrs- und Verschönerungsverein Opladen. Ans Herz gewachsen ist ihm besonders die Stiftung Lebenshilfe: "Ich werde im Vorstand mitarbeiten solange ich kann." Der Vater von zwei Söhnen arbeitete zudem im Personalrat und im Verwaltungsrat der Sparkasse mit.

Und was macht ein so beschäftigter Mann jetzt im vorläufigen Ruhestand? Er wird mit seinem Trike (motorisiertes Dreirad) seine Runden drehen. Einen ganzen Tag pro Woche wird er sich um seine Enkel kümmern: "Ich habe da einen ,Vertrag' bei meinem Sohn unterschrieben. Ich freue mich auf diese Zeit."

Ganz wichtig sind dem Familienmenschen Krautmacher Mutter und Schwiegermutter. Jede Woche besucht er mit ihnen den Schlebuscher Wochenmarkt. "Fehlen werden mir die Menschen und Mitarbeiter, aber nicht Basel III und die Pfändungskonten", zieht Krautmacher in seiner bekannt trockenen Art seine persönliche Kurzbilanz.

(RP/rl)