Sondersitzung in Leverkusen zur Giftmülldeponie

Wegen Feuerwehreinsatz : Erneute Sondersitzung zur Giftmülldeponie

Haupt- und Umweltausschuss werden am 29. April zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Innerhalb von nur wenigen Wochen wäre das das zweite Mal, dass sich städtische Gremien zu außerplanmäßigen Sitzungen treffen.

In beiden Fällen geht es um die Giftmülldeponie in der Dhünnaue, beide Male ist die Ratsfraktion der Bürgerliste Antragsteller. Am 7. März ging es um unangemeldete Eingriffe von Bautrupps in die Deponie, diesmal um einen Großeinsatz der Feuerwehr am 7. April. Nach Geruchsmeldungen aus dem Umfeld der Deponie war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot zur Baustelle an der A 1 ausgerückt und hatte umfangreiche Messungen vorgenommen. Ergebnis: negativ. Feuerwehrchef Hermann Greven hatte in der vergangenen Ratssitzung den Einsatz ausführlich beschrieben und auch begründet, warum die Einsatzleitung keine Warnungen an die Bevölkerung ausgesendet hatte. Das reicht der Bürgerliste aber offenbar nicht. Sie ist der Ansicht, dass die Geruchsmeldungen, von denen angeblich fünf aus der Nähe der Deponie kamen, durchaus ein unmittelbarer Anlass für eine Warnmeldung hätten sein müssen.  Laut Gemeindeordnung ist es vorgeschrieben, dass wenn eine Ratsfraktion oder ein Fünftel eines Gremium eine Sondersitzung beantragt, eine solche unverzüglich einberufen werden muss, erklärt Michael Molitor vom Fachbereich Oberbürgermeister, Rat, Bezirke.

(bu)
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