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"Sommergarten" in Opladen: Veranstalter mit Auftakt zufrieden

Premiere an der Schusterinsel : „Sommergarten“ in Opladen – „rund und gelungen“

Der Premierentag kam gut an. Auch wenn einige Besucher die in Corona-Pause befindliche Bierbörse mit Live-Musik vermissen. Veranstalter Werner Nolden denkt auch schon ans kommende Jahr.

Der Andrang am ersten Tag im „Sommergarten“ auf der Wupperwiese war verhalten. Das hatte Veranstalter Werner Nolden an einem Wochentag nicht anders erwartet. Insgesamt äußert er sich zufrieden mit seinem Pilotprojekt. „Es ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, schildert Nolden, ähnlich geschafft wie seine Mitarbeiter, die zwei Tage bei großer Hitze Tische, Bänke und Gitter geschleppt, Zelte aufgebaut und Lichterketten installiert hatten.

Es war kurz nach 18 Uhr als sich in der Ferne die ersten dunklen Wolken auftürmten und Nolden sein Mobiltelefon mit dem Regenradar zur Hand nahm. „Es zieht an uns vorbei“, sagte er kurz und sprach weiter. „Wir sind alle glücklich, dass überhaupt mal wieder etwas möglich ist. Wenn es funktioniert, dann gibt es im nächsten Jahr eine Wiederholung mit sechs zusätzlichen Ständen auf der Kastanienallee.“ Schließlich gehe er davon aus, dass Veranstaltungen wie Bierbörse oder Kölner Lichter auch im nächsten Jahr entfallen müssten.

Kann der „Sommergarten“ bis 23. August auf der Wupperwiese immerhin ein kleiner Ersatz für die Bierbörse sein? „Das kann man nicht vergleichen“, antwortet Klaus-Dieter Hepp aus Opladen. „Es ist ein komplett anderes Konzept. Aber auch diese Sache hier ist rund und gelungen.“ Seine Frau, versicherte Tischnachbar Thomas Loef, sei sogar froh, dass es in diesem Jahr keine Bierbörse gebe. Denn dort sei er tagelang eingespannt, um am Getränkestand der Opladener Vereine zu helfen. Sein jüngerer Bruder Tilmann Loef bedauerte den Wegfall der Bierbörse. „Da treffe ich viele Leute, die ich sonst nie sehe.“ Ohne Musik komme zwar keine Stimmung auf, bemerkte Birgit Kremer aus Küppersteg, die am Mittwoch zu den ersten 20 Besuchern gehörte. Dennoch freue sie sich, „dass es trotz Corona gelungen ist, dieses Event zu organisieren.“ Man könnte denken, sagte Peter Holl aus Schlebusch bei seinem Premierenbesuch, man sei „in einem großen Biergarten. Ich wundere mich nur, dass er angesichts steigender Fallzahlen erlaubt ist.“

Vielen Befragten fehlte es an Stimmung. Andere begnügten sich damit, mit Freunden gemütlich in einem der vier kleinen Biergärten zusammenzusitzen und das ein oder andere Bier unter freiem Himmel trinken zu können. Überbordende Heiterkeit dürfte auch in den nächsten Tagen nicht aufkommen. Denn der Veranstalter verzichtet absichtlich auf Bühnenprogramm, da er sonst befürchten müsste, dass die Leute auf den Tischen tanzen. Die einzige verlässlich Größe schien am Mittwoch der Regen zu sein, der um 21 Uhr doch noch einsetzte.