Sommerfest der Kleingärtner In Leverkusen

Sommerfest : Kleingärtnerei ist wieder im Trend

Beim Sommerfest öffnen die „Gartenfreunde Opladen“ die Türen ihrer Anlage am Kettnersbusch und teilen das Naturidyll mit vielen Besuchern.

Der Kleingärtnerverein „Gartenfreunde Opladen“ erfreut sich größter Beliebtheit. Das ist nicht nur an der langen Warteliste von Interessenten abzulesen, die am Kettnersbusch gerne ihr kleines Natur­idyll bepflanzen würden. Auch das Sommerfest am Wochenende war bestens besucht. Da konnte selbst ein kräftiger Regenschauer die Feierlaune der Gärtner und ihrer Gäste nicht trüben. Grill, Musik, reichlich frische Getränke und all das vor einer blühenden Landschaft. Kein Wunder, dass der Kleingartenverein zahlreiche Gäste anlockte. Für Vereinsvorsitzenden Manfred Munz ist das nichts Außergewöhnliches. Auf rund 2000 Besucher schätzte er die Resonanz an beiden Festtagen.

Seit 14 Jahren steht er den Kleingärtnerverein Opladen vor, der vor gut 78 Jahren gegründet wurde. Seit nahezu 50 Jahren besitzt seine Familie eine kleine Parzelle, die vor seiner Frau bereits die Schwiegereltern bewirtschafteten. „Wer hier einmal einen Garten hat, der bleibt viele lange Jahre“, weiß Munz. Dabei habe sich die Art und Weise der Nutzung stark gewandelt. Nach einigen Jahren der Flaute steigt der Trend zum Kleingarten wieder. „Das ist nun bestimmt seit zwei, drei Jahren so, dass wir immer mehr Anfragen bekommen.“ Die Warteliste sei mittlerweile geschlossen. Weitere Interessenten könnten derzeit nicht berücksichtigt werden.

Früher diente der Kleingarten der Versorgung. „Die Leute haben ihr Obst und Gemüse selbst angebaut“, erzählt Munz. Heute gelte die Parzelle, vor allem für Familien mit Kindern, als Urlaubsidyll vor der Haustüre. „Viele Familien, die in der Stadt wohnen, weder Garten noch Balkon haben, nutzten den Kleingarten als Ausgleich, um hier am Wochenende zu entspannen und sich auszuruhen, zum Grillen und um die Füße hochzulegen.“

Doch ein Kleingarten ist auch mit Arbeit verbunden. Innerhalb des Vereins gelten Regeln, die jeder einzuhalten hat. „Der Garten muss natürlich gepflegt aussehen“, sagt Munz. Was angepflanzt werde, ob Blumen oder Gemüse, bleibe jedem selbst überlassen. „Wir haben im Verein die Drittel-Lösung, das heißt, ein Drittel des Gartens ist für die Laube vorgesehen, ein Drittel für den Rasen und ein Drittel für Obst, Gemüse oder Blumen.“ Daran halten sich auch die meisten.

Natürlich gebe es hin und wieder Unstimmigkeiten am Gartenzaun, das bliebe bei über 150 Mitgliedern nicht aus. Munz: „Im Großen und Ganzen aber ist der Zusammenhalt hier im Verein super, was sich bei diesem Fest zeigt. Außerdem sind über die Jahre viele langjährige Freundschaften über den Gartenzaun hinweg entstanden.“