So war der Frühlingsmarkt in Opladen 2018

Frühlingsmarkt in Opladen: Der Frühling kann kommen

Der österliche Frühlingsmarkt in Opladen war vor allem Samstag und gestern ein voller Erfolg. Fans von Blumen und Bastel-Arbeiten kamen durchaus auf ihre Kosten. Auch der lange Verkaufstag funktionierte.

Das sonnige Wetter und der verkaufslange Samstag, kombiniert mit Frische- und österlichem Frühlingsmarkt, bescherten der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) gute Zahlen.

Zumindest am Samstag. Es gab etliche Stände mit Leder, Schmuck oder Leckereien. Doch wer dachte, er könne sich beim zuvor angepriesenen "großen Blumenmarkt" endlich mit Pflanzen für Garten oder Balkon eindecken, der irrte.

In Höhe Kölner Straße war am ersten lediglich die Gärtnerei Köllges aus Witzhelden vertreten. Dort hatten Juniorchef Holger Köllges und vier Helferinnen alle Hände voll zu tun. Kunden kauften Primeln aus dem Angebot und andere Frühblüher gleich im Dutzend.

Weitere Stände kamen am Sonntag hinzu. Sehnsüchtig hatten alle schon auf Eröffnung der Gartensaison und den ersten wirklich schönen Sonnentag gewartet. Am Ende der Fußgängerzone verkaufte Christa Ketteler aus Ratingen am Samstag rustikale Trockengestecke, Kränze und Türschmuck. Und dann gab es noch den Verkaufsstand von Jörg Wallraff aus Düsseldorf, an dem sich Kunden mit österlichem Gartenschmuck eindecken konnten.

So genannte "Klangpilze" waren die Kassenschlager. "Sie klingen, wenn man sie anfasst", antwortete der Händler, der zum ersten Mal beim Frühlingsmarkt war und sowohl die Veranstaltung selber als auch die Organisation lobte. "Oder wenn der Wind weht." Wie stark, habe er bislang nicht gemessen, lachte Wallfraff, aber es sei schon starker Wind nötig. Eine Premiere war der Markt unterdessen auch für Marita Herrmann und Jacqueline Schneider, die zuvor nur beim Weihnachtsmarkt vertreten waren.

Sie verkauften unter anderem selbst gebackene Waffeln, die offenbar so gut schmeckten, dass sich alle Kunden nach dem Rezept erkundigten. "Das wird selbstverständlich nicht verraten", sagte Jacqueline Schneider.

Gleichzeitig boten sie Bastelarbeiten aus der SKF-Kreativwerkstatt an. Der Verkaufserlös wiederum war für den Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) bestimmt. Nebenan bot Silvia Wolter diverse Produkte vom Grunder Hof aus Atzlenbach an. Bis 14 Uhr hatte sie bereits 1500 bunte Eier verkauft, aber noch etwa 200 Stück in Reserve. "Die Eier färben wir selber bunt, denn zu Ostern werden sie immer besonders stark nachgefragt", berichtete die Verkäuferin.

Den wohl größten Umsatz erzielten die Eiscafés in der Opladener Fußgängerzone. Sonne satt sorgte bis zum Mittag und auch gestern für knappe Sitzplätze in der Außengastronomie. Besucher nutzten ausgiebig die Gelegenheit, um Kaffee zu trinken, das erste Eis zu schlecken oder den Klängen der bulgarischen "Sasha Band" zu lauschen. "What a wonderful world", spielten die Musiker. "Phantastisch", strahlte Axel Weber und schloss genießerisch seine Augen.

(RP)