Freiwillige Feuerwehr Burscheid zieht Bilanz: So viel Arbeit auf der A1 wie nie zuvor

Freiwillige Feuerwehr Burscheid zieht Bilanz : So viel Arbeit auf der A1 wie nie zuvor

Insgesamt 219 Einsätze an 365 Tagen verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr Burscheid im Vorjahr. Darunter waren alleine 50 Verkehrsunfälle, zu denen die Retter auf die Bundesautobahn A1 ausrücken mussten.

Diese Tatsache veranlasste den Wehrleiter, Stadtbrandinspektor Achim Lütz, jetzt zu deutlichen Worten bei der Hauptversammlung im "Spritzenhaus" Bürgermeister-Schmidt-Straße: "Schon 2015 hatten wir viele dramatische Einsätze, aber 2016 war die Krönung dessen, was wir gesehen haben.

Wir kamen ganz klar an unsere Belastungsgrenzen." Ebenso bestätigte sein Stellvertreter, Stadtbrandinspektor Klaus Kopisch: "In keinem der vergangenen Jahre hatten wir so viele Verkehrsunfälle mit Todesfolge und das zum Teil in sehr kurzen Abständen." Nie zuvor habe man ein Team für psychosoziale Unterstützung (PSU) so oft in Anspruch genommen wie im Vorjahr. Trotz allem geht Lütz nicht davon aus, dass die Freiwillige in eine Berufsfeuerwehr umgewandelt werden müsse.

Er sagte im Gespräch mit unserer Zeitung: "Noch sind wir in der glücklichen Lage, Tagesverfügbarkeit sicherzustellen, so dass wir unsere Einsätze bewältigen können." Apropos Einsätze: Gerade, als Kopisch in seinen Ausführungen beim Punkt "Alarm- und Nachrichtenwesen" angekommen war, ging der Alarm los. Die Männer des Löschzugs I (Stadtmitte) spurteten los, weil ein Brand gemeldet wurde, waren wegen Fehlalarm aber binnen 30 Minuten zurück.

Unter ihnen waren auch einige, die gerade erst aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Wehrdienst gewechselt waren. Insgesamt zehn hatten diesen Schritt getan. Mit 113 Männern, acht Frauen und 36 Aktiven in der Jugendfeuerwehr steht die Feuerwehr Burscheid vergleichsweise gut da. Entsprechend zufrieden gab sich der Leiter. "Wenn wir jedes Jahr so viele Neue hätten, könnten wir die Abgänge locker kompensieren", sagte Lütz.

Die vielen Anmeldungen beim Nachwuchs führt er darauf zurück, dass "wir versuchen, die Jugendarbeit attraktiv zu gestalten, nicht nur mit Feuerwehrdienst, sondern auch mit Zeltlagern und Ferienfreizeiten." Drei zusätzliche Betreuerinnen, die selbst keinen Feuerwehrdienst verrichten, wollen dafür sorgen, dass die Jugend künftig noch besser betreut wird. Weitere Neuigkeiten: Der Um-/Neubau des Gerätehauses in Hilgen ist abgeschlossen.

Zwei neue Löschfahrzeuge für Hilgen und Dierath werden Anfang April in Betrieb genommen. Für sechs Jahre wurde Brandoberinspektor Oliver Schneider zum Zugführer in Hilgen verpflichtet, Marc Adams für zwei Jahre zu seinem Stellvertreter ernannt.

(RP)