Leverkusen: So ausgelassen feiert Holzhausen im Pfarrheim

Leverkusen: So ausgelassen feiert Holzhausen im Pfarrheim

Bei der Kostümsitzung tanzt Prinz Gaby I. auf der Bühne. Schwarze Clownsnasen in Erinnerung an Ex-Prinz Johann.

Et es doch immer widder schön, wemmer all zosamme sin, mögen sich die Freunde des Holzhausener Karnevals gedacht haben, als sie am Samstag im Pfarrheim von St. Maurinus die zwölfte Kostümsitzung feierten. Weil der kurz zuvor verstorbene Johann Heinrichs, Lützenkirchener Kaufmann und Holzhausener Ex-Prinz des Jahres 2006/2007, nie wieder dabei sein wird, trugen alle Akteure als Zeichen der Trauer eine schwarze Clownsnase.

Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Bernd Lorenz, Vorsitzender der Freunde des Holzhausener Karnevals, das 50. Kinderprinzenpaar der Wiesdorfer KG Rheinkadetten. Als das "Heddemer Dreigestirn" anschließend die Bühne betrat, ging die Post ab. "Für nächstes Jahr haben wir schon wieder neue Ideen", verriet Holger Stemmer, der mit seinen beiden Kollegen bis Ende der Session 60 Engagements hat. Nicht ganz so viele kommen bei Prinz Gaby I. (Boddenberg) zusammen, die in diesem Jahr bei den Holzhausener Narren das Sagen hat. "Bisher war alles wunderbar", schwärmte die Pädagogin, die als Klassenlehrerin an einer Hauptschule in Langenfeld unterrichtet. Schon jetzt freut sie sich vor allem auf den Höhepunkt ihrer Regentschaft: Den Holzhausener Narrentreck, der am Karnevalssonntag um 14.11 Uhr ab Sportplatz Auf dem Bruch startet. Zuvor darf sie allerdings noch einige Auftritte erledigen, unter anderem ein Besuch beim Tollitätentreffen im RP-Druckzentrum Düsseldorf-Heerdt, bei zwei Lützenkirchener Kindergärten, in der Grundschule Im Kirchfeld und Weiberfastnacht bei der RP-Schwaadbud in Opladen.

Mit dem Engagement hat sich Prinz Gaby I. einen Traum erfüllt. "Jetzt habe ich noch genug Power und Energie, um das Amt auszuüben", begründete sie. Entsprechend lautet ihr Motto "Powerfrauen an die Macht, Prinz Gaby schunkelt, danzt und lacht". Was das bedeutet, demonstrierte sie am Abend sogleich auf der Bühne und tanzte zusammen mit weiteren "Powerfrauen" - den Exprinzen Elke, Marina und Martina - zu einem Medley von "Colör", Kölns erster Frauenband im Fastelovend.

Übrigens: Der Streit vom Vorjahr, als ein Nachbar den Feiernden mit Klagen drohte, ist ausgestanden. Der Mann ist weggezogen. Stattdessen wohnt dort jetzt ein junges Ehepaar, das als Gast mit bei der Sitzung mitfeierte. Seit Stefan und Sandra Ischerland von Schlebusch nach Lützenkirchen umgezogen sind, fühlen sie sich nicht nur im neuen Haus wohl, sondern auch in der Lützenkirchener Gemeinschaft gut aufgenommen, so beschrieb es der Sohn des ehemaligen stellvertretenden CDU-Bürgermeisters, Rolf Ischerland, aus Leichlingen.

(RP)