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Smart-Center verlässt nach 20 Jahren Leverkusen

Auto-Handel : Verlässt Smart-Center nach 20 Jahren Leverkusener Standort?

Der Turm mit den übereinander stehenden Smart-Autos ist am Kreisel Ludwig-Erhard-Platz ein echter Hingucker. 27 Fahrzeuge passen hinein und lassen das Auge ob des ungewöhnlichen Auto-Regallagers auch nach Jahren des Vorbeifahrens noch staunen.

Die Betonung liegt auch aus einem zweiten Grund auf dem Wort „noch“. Denn die Immobilie, in der das Autohaus seit 20 Jahren am südlichen Stadtentrée Leverkusens ansässig ist, wird zur Miete angeboten.

Die Immobilie an der B 8 wird über die Plattform Immobilien-Scout vermittelt. „Wir sind mitten im Vermarktungsprozess“, bestätigt die Kölner Makler-Firma Savills. Das Objekt wird offeriert mit einer 291 m² großen Ausstellungs- und Verkaufsfläche, einer Werkstatt mit rund 306 m² und angeschlossenem Lager und 173 m2 Büroflächen, dazu kommen 54 Parkflächen auf einem Gesamtareal von 1454 m2.

„Das architektonisch ansprechende Gebäude befindet sich in sehr guter Sichtlage in unmittelbarer Nähe zu einem großen Möbelhaus“, heißt es in der Annonce. Außenbeschattungsanlagen, Fußbodenheizung, Videoüberwachung, Alarmanlage werden unter anderem als Vorzüge der Immobilie herausgehoben. Wann diese frei wird? Ein genaues Datum gibt der Makler nicht an. Und bei der Firma Kubina Automobilvertriebs GmbH, die das Leverkusener Autohaus betreibt und in Köln-Marsdorf einen weiteren Standort hat, hält die Leitung sich bedeckt. Geschäftsführer Ludwig Kubina sagt knapp: „Unser Vertrag in Leverkusen läuft noch.“ Wie lange, sagt er nicht. Warum das Objekt zur Miete angeboten werden, wisse er nicht. „Wir sind nicht der Eigentümer, wir wissen nicht, was der Vermieter macht.“ Die Geschäfte am Standort Leverkusen liefen jedenfalls gut.

Nach RP-Informationen soll Kubina das Smart-Center in Wiesdorf, das in diesem Jahr 20. Geburtstag am Standort feiern, aufgeben wollen, die Mitarbeiter mit in den Westen von Köln nehmen.

Vor 20 Jahren, Ende September 1998, wurde das Smart-Center gegenüber Möbelhaus Smidt (heute Ostermann) eröffnet. Damals berichtete die RP davon, dass das Autohaus mit dem Markenzeichen „Gläserner Tower“ 5,7 Millionen Mark gekostet habe, 17 neue Arbeitsplätze schaffe und Kunden aus dem Großraum Bergisches Land bis Köln-Mülheim mit den Stadtflitzern versorgen sollte.

Jetzt ist das Objekt zur Miete auf dem Markt. Den Mietpreis nennt der Makler im Internet nicht. „Preis auf Anfrage“ heißt es da.