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Silvester-Feuerwerk: Firma Weco spürt die Umweltdebatte kaum.

Weco kennt die Trends : Silvester-Feuerwerk – von Umweltdebatte keine Spur

Wenn am Silvesterabend gegen Mitternacht minutenlang bunte Farbkleckse am Nachthimmel erscheinen, recken sich die Hälse vieler Menschen um den Globus in die Höhe. Feuerwerk übt trotz der anhaltenden Umweltdebatte eine ungebrochene Faszination aus.

So verwundert es nicht, dass die großen Hersteller nur sehr wenig von der Debatte spüren.

Für viele Bewohner des Gebiets am Rhein bei Köln und Leverkusen ist der Begriff Feuerwerk mit den Kölner Lichtern und damit mit Chefpyrotechniker Georg Alef von Weco verbunden. Das Unternehmen, das in Eitorf an der Sieg sitzt, stellt laut Sprecher Andreas Kritzler jedes Jahr an drei Standorten 20 Millionen Raketen her.

Die klassischen Silvesterrakete ist damit weiterhin das am häufigsten hergestellte Produkt. Der Trend aber geht in eine andere Richtung. Wie schon in den vergangenen Jahren gewinnt das Batteriefeuerwerk an Beliebtheit. Einmal angezündet, erhellt die Pyrotechnik einige Minuten lang den Himmel. Die Bequemlichkeit ist der große Trumpf. „Man kann sich zurücklehnen und genießen“, erläutert Kritzler.

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300.000 dieser Batterien in allen erdenklichen Formen und Farben werden in Eitorf hergestellt. Eine der bis zu über 100 Schuss beinhaltenden Lager kostet zwischen 10 und 15 Euro. Für Fans reicht das natürlich nicht aus, weiß auch Kritzler: „Nach oben sind die Grenzen offen.“

Die Zahlen zeigen: Einen großen Einfluss nimmt die anhaltende Umweltdebatte um die Knallerei zu Silvester auf die Unternehmen nicht. Der Markt sei stabil, sagt Kritzler. Die großen Abnehmer setzten weiterhin auf den Verkauf von Feuerwerk. Ob es in diesem Jahr etwaige Schwankungen gab, werde sich erst Anfang Januar zeigen.

Gleichwohl versuche das Unternehmen laut seines Sprechers bereits seit einigen Jahren die Umweltbilanz positiv zu gestalten. So seien möglichst viele Teile an den Produkten aus Altpapier. Kunststoff komme bei Raketen lediglich bei Spitze und Verschlusskappe zum Einsatz. Das Plastik soll laut Kritzler in Zukunft jedoch völlig verschwinden. „Dort gibt es bereits Entwicklungsfortschritte“, kündigt der 30-Jährige an.

 Ohnehin sei die das verursachte CO2 nicht so schlimm. Laut des Weco-Sprechers handelt es sich bei der in der Silvesternacht verursachten Menge um ein Millionstel der in Deutschland über ein Jahr produzierten Menge. Ob das Individualfeuerwerk zukünftig der Vergangenheit angehört und durch städtisch organisierte Veranstaltungen ersetzt wird, vermochte er nicht zu sagen.

Fakt ist, dass die private Knallerei für viele Menschen zum Jahresabschluss und dem Neubeginn dazugehört. Das sieht auch Kritzler so: „Silvester ohne privates Feuerwerk kann ich mir nicht vorstellen.“

Der Werksverkauf in Eitorf (Bogestraße 54 bis 56) läuft von Samstag, 28. Dezember, 6 bis 18 Uhr,  über Montag, 30. Dezember, 7 bis 18 Uhr, bis, 31. Dezember, 7 bis 13 Uhr.