Leverkusen: "Shrek" - von Ogern, Eseln und viel Herzblut

Leverkusen: "Shrek" - von Ogern, Eseln und viel Herzblut

Bühnenspaß in der Festhalle - das Junge Musical Leverkusen präsentiert die neue Musical-Produktion. Die hat's in sich.

Pinocchio, Peter Pan, die drei kleinen Schweinchen, die Zuckerfee und Co. sind allesamt an diesem Wochenende in Opladen zu Besuch. Genauer gesagt in der Festhalle am Marktplatz. Denn das Junge Musical Leverkusen bringt mit "Shrek" eine Musical-Produktion des gleichnamigen Kinderbuchs auf die Bühne, das 2001 durch den Kinofilm "Shrek - Der tollkühne Held" Berühmtheit erlangte.

Die Geschichte ist nicht unbekannt. Shrek, ein grüner griesgrämiger Oger, lebt in einem Sumpf und will eigentlich nur seine Ruhe haben. Beliebt ist er jedenfalls bei Mensch und Tier nicht. Doch dann werden die Märchenfiguren von Lord Farquaad, Herrscher des Königreichs Duloc, zu Shreks Sumpf verbannt, weil diese nicht in sein Königreich passen. Genervt macht sich Shrek auf den Weg zum Lord, um seinen Sumpf wieder zurückzubekommen und erlebt dabei zahlreiche Abenteuer mit seinem neuen und wahrscheinlich einzigen Freund: dem Esel. Eine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch noch, doch für alle, die das Musical-Stück oder den Kinofilm noch nicht gesehen haben, soll an dieser Stelle noch nicht allzu viel verraten werden.

Beeindruckend ist das Herzblut, dass das Junge Musical Leverkusen in sein neuestes Projekt steckt. Denn die zahlreichen Laiendarsteller können gesanglich nicht nur mit den Profis mithalten, sondern leben für die Bühne und die Show. Dass bedeutet nicht nur Texte auswendig lernen und Choreografien einstudieren, sondern auch Hand anzulegen. Immerhin mussten zum Beispiel 150 Kostüme innerhalb von drei Monaten geschneidert und ein eigenes Bühnenbild entworfen werden. Und so arbeiten zahlreiche Darsteller auch in anderen Bereichen, kümmern sich um Marketing, Requisiten und um die Maske.

Und da wäre noch das ausgezeichnete Orchester zu erwähnen, das durch die Musik die Geschichte zum Leben erwachen lässt und die Gefühle der einzelnen Figuren zum Zuschauer transportiert. Dabei hatte der musikalische Leiter Julius Giesler keine leichte Aufgabe. Denn eigentlich war Pascal Kierdorf als Leitung vorgesehen. Doch der musikalische Profi erhielt ein Engagement als dritter Dirigent bei der Musicalprofiproduktion "Tanz der Vampire". Und so blieb dem neuen Leiter nicht viel Einarbeitungszeit. "Besonders wichtig ist mir, jedem Einzelnen in seiner Rolle und Funktion den nötigen Raum zur Entfaltung zu ermöglichen und als Dirigent das Ensemble und Orchester gemeinsam durch die Shows zu führen", betont Julius Giesler. Das gelingt mit Bravour, sodass Shrek, Prinzessin Fiona, der Esel und Co. auf der Bühne der Festhalle noch intensiver zur Geltung kommen.

Nico Schué, einer der zwei Schauspieler, die den Esel spielen werden, hat sich in seine Rolle auf den zweiten Blick verliebt: "Eigentlich wollte ich für Lord vorsprechen, aber dann haben wir alle gemerkt, dass der Esel besser zu mir steht. Und da der Esel die gute Seele des Stücks ist, fühle ich mich damit natürlich besonders wohl." Wohl fühlen sich eigentlich alle im Jungen Musical, sei es die Vorsitzende Anna Bobach, die Regisseurin Nadine Söhnert und auch die neuen jungen Mitglieder. Denn für das neue Musical wurden Nachwuchskünstler gecastet, so dass mit Clara Jagieniak sogar eine Neunjährige auf der Bühne steht. Sie wird die kleine Fiona spielen.

(hawk)