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Schulstart: „Leverkusen ist vorbereitet“

Spuckschutz und Maskenpflicht : Schulstart: „Leverkusen ist vorbereitet“

Am Mittwoch startet der Schulbetrieb. Die Stadt hat nach eigenen Angaben die Hausaufgaben gemacht. Oberbürgermeister mahnt zur Disziplin. Chef des Gesundheitsamts warnt vor Reisen in Risikogebiete.

Kurz vor Ferienende zeigen sich Kommunalvertreter zuversichtlich, dass der Schulstart reibungslos verläuft. „Leverkusen ist gut vorbereitet“, sagte Schuldezernent Marc Adomat am Montag bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Die Vorgaben des Landes seien recht kurzfristig eingetroffen, sagt der Schuldezernent, doch habe die Stadtverwaltung die Zeit intensiv genutzt, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Schutz in Schulen In den Sekretariaten wurden Spuckschutzwände aufgebaut, die Schulgebäude mit Desinfektionsspendern ausgestattet. Absperrpfosten und Flatterband markieren Wegführungen, damit sich Schüler soweit es geht aus dem Weg gehen können. Zusätzliche FFP-2-Masken wurden ausgegeben.

Maskenpflicht Mit diesen vorbeugenden Maßnahmen versuche die Kommune, die Vorgabe des  Schulministeriums eines möglichst vollständigen Präsenzunterrichts zu unterstützen, berichtet Adomant. Für die Grundschüler gelte laut Landesverordnung Maskenpflicht auf dem Schulhof und im Gebäude, nicht aber im Unterricht. Ab Klasse 5 muss der Mund-Nasen-Schutz auch während des Unterrichts getragen werden. In den Kitas gilt generell  keine Maskenpflicht. Doch rät die Stadt Erziehern, eine Maske zu tragen. Lehrer und Erzieher können sich auf freiwilliger Basis kostenlos testen lassen.

Digitale Ausstattung Die Stadt hat bereits 3500 mobile Endgeräte für die Schulen vom Land erhalten sowie 500 für die Verwaltung, berichtete Adomat. Es sollen weitere 4400 Endgeräte für Lehrer  und Schüler hinzukommen.

Klinikum Das Krankenhaus hat am 3. August einen Corona-Test für alle  Neuaufnahmen festgelegt. Bisher wurden 500 Personen getestet, alle waren negativ, berichtet Chef-Infektologe Professor Stefan Reuter. Das Klinikum halte weiterhin 70 Intensivplätze mit Beatmung vor. Es gibt sogenannte Schattendienstpläne, die angewendet werden können, sobald höhere Behandlungskapazitäten nötig würden. Derzeit werden drei Patienten stationär behandelt, darunter zwei Leverkusener. Ein Patient befindet sich auf der Intensivstation.

Reiserückkehrer Die Testung von Reiserückkehrern hatte kurzfristig zu einem Engpass geführt. Das sei nun durch ein neues Terminvergabesystem  abgestellt, sagt Reuter. Die Kapazitäten des Testlabors Synlab am Klinikum seien weiterhin ausreichend. Laut Reuter können dort Reiserückkehrer nach Überweisung durch den Hausarzt noch am selben Tag einen Abstrich erhalten. Jedoch müssten sie Wartezeiten in Kauf nehmen. Der Chef des Gesundheitsamts, Martin Oehler, mahnte Leverkusener eindringlich vor einer Reise in Risikogebiete. Das gelte insbesondere ab Herbst, wenn sich die Gefahr einer Doppelinfektion durch Corona und Influenza erhöhe. „Verläufe können dann noch schwerer sein.“ Eine Influenza-Impfung sei somit wichtiger denn je. Negative Tests nach einer Reise wiegten manchen in falsche Sicherheit. „Die Tests kommen oft zu früh, die Inkubationszeit ist länger“, warnt Oehler. Zur Absicherung bietet die Stadt Reisesrückkehrern einen zweiten Test an. Das geschlossene Drive-In-Testzentrum der Malteser an der Auermühle bleibt standby und kann jederzeit öffnen.

Grillen und Baden Oberbürgermeister Uwe Richrath mahnte zur Vorsicht: „Corona wird uns noch lange beschäftigen, wir müssen weiter gut aufeinander aufpassen.“ Am Wochenende waren Ordnungskräfte der Stadt am Rhein und an den beiden Badeseen Hitdorfer See und Silbersee im Einsatz. Rettungswege waren teilweise versperrt, Autos mussten abgeschleppt werden. Längst nicht überall wurden Abstandsregeln eingehalten. „Es gab teilweise massive Probleme“, sagte Richrath. „Wenn es extremer wird, müssen wir die Badeseen sperren.“