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Leverkusen: Schule braucht 258 Mio Liter Wasser

Leverkusen : Schule braucht 258 Mio Liter Wasser

Unter dem Motto "Wasser wirkt" widmeten sich Leverkusener Schüler am Landrat-Lucas-Gymnasium einen ganzen Tag lang dem Thema Wasser. Beim Unicef-Projekttag präsentierten die Schüler auch ihre Recherchen.

Den meisten Kindern in der Aula des Landrat-Lucas-Gymnasiums (LLG) sagte ihr Name nichts, das wusste Ulrike Nasse-Meyfarth. "Eine Schirmherrrin ist dafür da, dass ein Projekt in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird. Auch wenn ihr mich nicht kennt, eure Eltern tun das", sagte die Olympiasiegerin im Hochsprung von 1972 und 1984. Das Projekt, dem sie ihre Aufmerksamkeit schenkt, trägt den Titel, "Wasser wirkt" von Unicef Deutschland. Mit diesem Projekt hat sich Unicef zum Ziel gesetzt, bis 2015 mindestens 500 000 Kinder in Afrika und Asien mit sauberem Wasser zu versorgen.

Zehn Schulen aus Leverkusen und Umgebung nahmen am Aktionstag "Wasser wirkt" in Opladen teil. Im LLG standen Experten auf dem Podium, die sich den Fragen der Schüler stellten. Mit dabei: Ulrich Bornewasser von Currenta, der sich mit Wasseraufbereitung auskennt, Catrin Bornemann vom Wupperverband, Kerstin Leyendecker von Unicef, SPD-Landtagsabgeordnete Eva Lux und Schuldezernent Marc Adomat.

Mehr als eine halbe Mio am Tag

Letzterer sorgte dafür, dass sich direkt zu Beginn der Fragerunde die Zahl der Experten noch ein wenig erhöhte. "Gibt es hier irgendwo Klimabotschafter?", rief er ins Publikum, und tatsächlich meldeten sich zwei Schüler von der Erich-Kästner-Schule, die schnell noch auf die Bühne geholt wurden. Adomat war es auch, der für den größten Rummel in der Aula sorgte.

"Wie viele Liter Wasser werden täglich in den Schulen verbraucht? fragte er. Die Schätzungen im Publikum gingen hoch bis auf mehrere zehntausend Liter. "Ihr liegt gründlich falsch. Im Jahr verbrauchen die Schulen 258 Millionen Liter." Das ist weit mehr als eine halbe Millionen Liter am Tag und sorgte für Aufsehen im Publikum. Auch andere Fragen wurden gestellt und schnell beantwortet – manchmal sogar ein wenig zu schnell, als dass ein Grundschüler die Antwort verstehen könnte.

Doch auch im Vorfeld hatten sich die Schüler schon auf vielfältige Weise mit Wasser beschäftigt. Im Foyer des Gymnasiums zeigten sie vor der Podiumsrunde ihre eigenen kleinen Projekte. Unter anderem präsentierten Schüler des LLG ihre Recherchen zum Thema Wasserverbrauch durch Schnittblumenproduktion in Kenia. "Wir hatten das Thema in einer Klausur und uns erschien die dort genannte Zukunftsperspektive zu positiv. Jetzt ist uns klar, dass die Blumenproduktion den Menschen das Trinkwasser stark streitig macht", sagte die 16-jährige Julia Schröder-Lopes.

Am Ende des Aktionstages kannten die Kinder und Jugendlichen nicht nur Ulrike Nasse-Meyfahrt. Sie wussten auch, wie wichtig sauberes Wasser ist.

(RP/rl)