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Schulabschluss in Leverkusen

Schulabschluss in Leverkusen : Initiative: Von „Notabitur“ nicht überraschen lassen

Leverkusener Initiative fordert klare Alternativen, wenn Abiturprüfungen an den Schulen der Stadt wegen der Corona-Lage nicht möglich sein sollten.

Bisher wollen die Landesbildungsminister am Abitur festhalten. Gleichzeitig bleibt die Infektionslage angespannt, und es wird laut über einen erneuten harten Lockdown spekuliert.  Die Frage nach den diesjährigen Abiturprüfungen auch an Leverkusener Schulen bleibt. Alternativen zu den normalen schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen, einem sogenannten Corona-Abitur, werden weiter diskutiert.

„Wir sollten uns frühzeitig Gedanken machen, wie alternative Prüfungsformate bei angespannter Pandemielage durchgeführt werden können.“, sagt Joshua Kraski von der Leverkusener Initiative „Bildung? JETZT!“. „Die Verantwortlichen sind nun gefragt, ein Szenario zu entwickeln, wie die Abschlussnoten auch ohne die klassischen Prüfungen ermittelt werden können.“ Dieses Szenario müsse sowohl die Ermittlung der Abschlussnote, alternative Prüfungsformate, die notwendigen Fristen zur Bewerbung an Hochschulen und Ausbildungsbetrieben wie auch die Anerkennung der Abschlüsse durch die Bundesländer berücksichtigen und planen“, sagt der junge Leverkusener. Er ist Mitarbeiter im Landtagsbüro des CDU-Abgeordneten Rüdiger Scholz.  Die Diskussion auf die Frage einer normalen Abiturprüfung und eines sogenannten Durchschnittabiturs zu beschränken, werde der Komplexität der Herausforderungen durch die Pandemie für die Bildung nicht gerecht. Möglichen Alternativen, die im Notfall anstelle der regulären Prüfungen treten können, dürften nicht zum Makel eines ganzen Jahrganges werden.

„Auch die Leverkusener Schülerinnen und Schüler müssen sich darauf verlassen können, dass die Politik Konzepte hat, mit denen sie auf die Entwicklung der Lage reagieren kann. Wir müssen jetzt beginnen, uns Gedanken zu machen und dürfen nicht erneut erst in letzter Sekunde Alternativen bedenken“, sagt Kraski. Die Schüler hätten ein Recht darauf, „nicht von den Entscheidungen überrascht zu werden“, kommentiert er.

(bu)