Leverkusen: Schönberger: "altengerechtes Wohnen, Hotel, Handel für City C"

Leverkusen: Schönberger: "altengerechtes Wohnen, Hotel, Handel für City C"

Optimistisch zeigte sich der Einzelhandel beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft City Leverkusen. Die Innenstadt befinde sich im Wandel, sagte deren Vorsitzender Frank Schönberger. Von einer attraktiveren City profitiere auch der Handel.

Gute Aussichten gebe es unter anderem für das Projekt "City C". Das Areal zwischen Sparkasse und Rialto-Boulevard habe "eine exzellente Lage, nur die Bebauung ist nicht mehr zeitgemäß". Eine Veränderung herbeizuführen, sei eine schwierige Aufgabe angesichts von mehr als 135 Eigentümern. Da sei es der richtige Ansatz vom City-C-Büro, die Eigentümerzahl zu verringern und sie von einem neuen Mix aus altengerechtem Wohnen, einem Hotel und kleinteiligem Einzelhandel zu überzeugen.

Auch im Bereich zwischen Chempark und Innenstadt werde sich in Kürze etwas tun. "Die erste Ansiedlung eines großen Dienstleisters ist in Sicht", kündigte Oberbürgermeister Uwe Richrath an. "Es müssen nur noch die letzten Abstimmungen erfolgen." Die Dienstleistungen würden für die Firma Bayer erbracht. "Aber die Arbeitnehmer werden in der Innenstadt konsumieren."

Dass der Handel nicht einfach sei, davon habe er sich bei seinem Besuch auf der "Fashion Week" in Berlin überzeugen können, berichtete Richrath. "Die Menschen bewegen sich immer digitaler. Und durch den demografischen Wandel werden viele älter. Dadurch driftet die Gesellschaft auseinander." An der Digitalisierung führe jedoch kein Weg vorbei. "Dafür brauchen wir in Wiesdorf die Industrie- und Handelskammer."

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Für einen neuen digitalen Schwung hat die Werbegemeinschaft auch ihre Internetseite aufgepeppt. "Sie ist einfacher zu bedienen als die frühere Seite", betonte Frank Schönberger. Außerdem gibt es ein neues Logo. "Wir versuchen, uns zu modernisieren."

Im Konkurrenzkampf mit dem Internethandel müsse der innenstädtische Handel nicht den Kopf in den Sand stecken. Denn ein bloßer Klick könne kein echtes Kauferlebnis ersetzen. "Wir brauchen allerdings mehr Plätze, die zum Verweilen einladen", sagte Schönberger. Zum Beispiel von einer Neugestaltung des Platzes an der Christuskirche. Hier habe das Erzbistum auch gute Ideen. Die Stadt stehe mit der Kirche in Verhandlungen. "Wir als Werbegemeinschaft werden stark mit eingebunden."

Der Einsatz der Wirtschaftsförderung habe ebenfalls Früchte getragen: "An der Hauptstraße befindet sich jetzt Fach-Einzelhandel mit dem Schwerpunkt Gesundheit, an der Breidenbachstraße liegt der Fokus auf frischen Produkten."

(sug)
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