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Schneeräumen - das müssen Leverkusener bei Schneefall tun

Flockige Prognose für Leverkusen : Der Schnee kann kommen – Räumer sind bereit

Warm anziehen müssen sich die Leverkusener, es wird kalt und windig. Es könnte sogar sein, dass sie mit Schneeschaufel und Streumitteln vor die Türe müssen, um Wege zu räumen. Denn: Laut Vorhersage könnten am Wochenende die Flocken fallen. Hier eine Übersicht darüber, was Anwohner machen müssen und worum sich die Stadt kümmert.

Es sieht nach Schnee aus, der in Richtung Wochenende auf die Leverkusener zukommt. Wettervorhersagen gehen davon aus, dass es in den kommenden Tagen kristallinen Niederschlag geben könnte. Am Mittwoch hat der deutsche Wetterdienst eine Frostwarnung bis Donnerstagmorgen ausgegeben.

Das müssen Privatpersonen bei Schneefall tun

Wenn es tatsächlich schneit, müssen die Leverkusener die Wege vor ihrer Türe räumen und dafür sorgen, dass dort niemand ausrutscht, sagt die Stadt. Dafür dürften sie kein Streusalz verwenden, sondern müssten auf Granulat, kleine Steine, Sand oder Kies zurückgreifen. Streumittel, die man unter anderem im Baumarkt kaufen kann. Das sei umweltfreundlicher, betonen Experten, und ungefährlicher für Tiere, die sonst Salz vom Gehweg lecken könnten. Nur an Stellen, an den es besonders gefährlich werden könnte, ist Streusalz erlaubt, sagt Stadtsprecherin Julia Trick: Da, wo der Weg um mehr als fünf Prozent abfällt, oder auf Treppen, Rampen oder Brückenauf- und abgängen. Und wenn es zum Beispiel Eisregen gibt und es besonders glatt wird.

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Räumen müssen die Leverkusener die Wege vor ihrer Haustüre so weit, dass es ab der Grenze ihres Grundstücks mindestens anderthalb Meter Platz gibt, auf denen Fußgänger sicher laufen können. Manche Anwohner müssen auch Fahrbahnabschnitte mitsäubern und andere Leverkusener sind dazu verpflichtet, Fußgängerüberwege an Straßenkreuzungen oder Einmündungen zu säubern.

Wer den Weg vor der Haustür wie sicher machen muss, steht übrigens im Leverkusener Straßenverzeichnis, das die Technischen Betriebe der Stadt (TBL) auf ihrer Website unter https://www.tbl-leverkusen.de/download/formulare-download/2021_Strassenverzeichnis.pdf veröffentlicht haben. Die Straße sind alphabetisch aufgelistet.

So sind die TBL auf Schnee vorbereitet

Die Leverkusener müssen natürlich nicht allein Schnee schippen. Die Stadtsprecherin berichtet, die städtischen Technischen Betriebe, die für den Winterdienst zuständig sind, hätten schon zu Beginn des Herbstes Vorkehrungen getroffen. „Die Salzlager wurden gefüllt, die Fahrzeuge technisch vorbereitet, Fahrer bei Bedarf nachgeschult und Streutouren überarbeitet“, sagt Trick. Seit dem 1. November gebe es für die Mitarbeiter außerdem zwei Mal täglich einen Leverkusener Wetterbericht. So könnte auf Wetterentwicklungen zeitnah reagiert und ein Einsatzplan für den Winterdienst gebildet werden.

Insgesamt gibt es neun große Streufahrzeuge, die dann Fahrbahnen freiräumen, auf denen Autos und Busse fahren. Außerdem haben die TBL sechs kleine Streufahrzeuge, die auf Radfahrwegen unterwegs sind. Je nachdem, wie viel es schneie, werden sie dann eingesetzt, sagt Trick. In jedem Wagen sitzt ein Mitarbeiter, der die Wege freiräumt.

Gestreut werden die Straßen von der TBL übrigens mit Natriumchlorid, also Kochsalz, ergänzt die Stadtsprecherin. Teilchen des Natriumchlorids lösen sich im flüssigen Wasser. So entsteht eine Kochsalzlösung. Der Gefrierpunkt dieser Lösung liegt niedriger als bei reinem Wasser. Dadurch kann das Eis langsam schmelzen.

Darum kümmert sich die Autobahn GmbH

Sie räumt die Auf- und Abfahrten, Baustellen und Fahrbahnen der Autobahnen frei. Vor allem an den Brücken über den Rhein könnte es glatt werden, sagt Roland Nolte von der Autobahn GmbH. Bei Bedarf sind seine Kollegen mit 118 Winterdienstfahrzeugen auf 1200 Kilometern zwischen Isselburg im Norden von NRW und Weilerswist im Süden im Einsatz.