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Leverkusen: Schmusen mit "Lucky" im Tierpark

Leverkusen : Schmusen mit "Lucky" im Tierpark

Frettchen "Lucky" gähnt herzhaft und kuschelt sich an Anja Kallendruschat. Die 46-Jährige ist begeistert von dem Frettchen. "Normalerweise sind die Tiere bissig, doch Lucky ist total lieb. Die würde ich am liebsten mit nach Hause nehmen", sagt Anja Kallendruschat, die sonst im Büro bei Bayer CropScience arbeitet.

Anja Kallendruschat löst heute ihr Geburtstagsgeschenk im Reuschenberger Wildpark ein. Einen Tag darf sie als Aushilfs-Tierpflegerin Gehege ausmisten, Tiere füttern und mit ihnen schmusen. "Ich wollte als Kind immer Tierpfleger werden", sagt die 46-Jährige.

Dreifacher Ziegen-Nachwuchs

Um 8 Uhr geht's los. Als Erstes darf Anja Kallendruschat mit Tierpflegerhelferin Christine Jonen ins Ziegengehege. Hier muss ausgemistet werden, danach darf gefüttert und gestreichelt werden. Die Tierliebhaberin überspringt direkt den ersten Teil. "Ich habe ganz viel geschmust", sagt sie mit einem Strahlen auf dem Gesicht. Besonders der Nachwuchs hat es ihr angetan. Die drei kleinen Zicklein sind erst drei Wochen alt und besonders für Kinder die Attraktion im Park.

Und in wenigen Monaten wird das Gehege noch etwas voller werden. Denn "Sternchen" und "Flöckchen", die eigenhändig im Tierpark mit der Flasche aufgezogen wurden, sind trächtig. "In drei Monaten werden wir weiteren Nachwuchs bekommen", sagt Christine Jonen. Doch nicht nur die Ziegen haben zurzeit Nachwuchs. Auch das Auerhuhn und die Mufflons haben Jungtiere. "Wir hoffen, dass die Auerküken überleben, sie sind sehr empfindlich", sagt Tierparkmanagerin Alina Drooff.

Stachelschweine namens Günter

Nach den Ziegen und Frettchen führt Anja Kallendruschats Weg weiter durch den Tierpark, vorbei an den fünf Stachelschweinen, "die bei uns alle Günter heißen — auch die weiblichen", erzählt Christine Jonen, "sie sind alle nach ihrem Spender benannt" — zum Dammwild. Hier darf die 46-Jährige das Wildgehege der Hirsche betreten und die sechs Dammwildkälber aus der Nähe betrachten. Die braunen Kälber mit weißen Punkten sind gerade erst drei Wochen alt, toben aber bereits rasant durchs Gehege.

Als letztes stehen die Wildkatzen auf dem Programm von Anja Kallendruschat. "Darauf habe ich mich mit am meisten gefreut", sagt die Aushilfs-Tierpflegerin. "Dort darf sie das Gehege reinigen, anschließend werden die Wildkatzen mit Küken gefüttert", sagt Christine Jonen. Anja Kallendruschat schluckt, die toten Küken hat sie schon gesehen. Schmusen ist diesmal aber nicht drin, "auch wenn die Wildkatzen wie normale Katzen aussehen", sagt Alina Drooff. Der Tag im Wildpark Reuschenberg neigt sich dem Ende zu. Anja Kallendruschat ist begeistert. "Das war ein tolles Geschenk — und macht Lust auf mehr", sagt sie. "Ich würde gerne mal einen Elefanten putzen."

(RP)