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Schimmel: Tafel Leverkusen muss aus Büro ausziehen

Containerlösung an der Dönhoffstraße in Leverkusen-Wiesdorf : Schimmel: Tafel muss aus Büro ausziehen

Als Interimslösung lässt der Verein am Bunker Dönhoffstraße Container aufstellen. Bis die technisch richtig ausgestattet sind, läuft der Notbetrieb.

Im Büro an der Hauptstraße hat sich die Leverkusener Tafel sehr wohl gefühlt. Jedenfalls so lange, bis kürzlich ein ungebetener Untermieter eingezogen ist: Schimmel. In der Wohnung obendrüber sei es vor drei Monaten zu einem Wasserschaden gekommen, dessen Folgen noch nicht behoben seien, berichtet Adolf Staffe, Vorsitzender der Tafel Leverkusen. In der Folge sei es auch im Büro des Vereins zu deutlicher Schimmelbildung gekommen. „Wir mussten handeln. Unsere Mitarbeiter können nicht in Räumen mit Schimmel längere Zeit verbringen.  Das wäre unverantwortlich.“ Das Büro ist nun bis auf weiteres geschlossen.

Stattdessen habe das Leverkusener Unternehmen Niesen rasch bei einer temporären Lösung des Problems geholfen: Zwei Bürocontainer sind auf dem Parkplatz am Bunker Dönhoffstraße 103, an der Wiesdorfer Ausgabestelle der Tafel, „innerhalb von zwei Tagen aufgestellt worden. Wir müssen und wollen unseren Betrieb doch aufrecht erhalten“, betont Adolf Staffe. Mehr als 6500 bedürftige Leverkusener, so informiert die Tafel auf ihrer Internetseite, versorgt der Verein an – normalerweise – sieben Ausgabestellen in der Stadt. Wegen der Corona-Pandemie gibt es derzeit Einschränkungen.

„Elektro Rösgen nimmt gerade Installationsarbeiten vor. Das wird noch etliche Tage dauern, bis der Normalbetrieb in den Containern laufen kann“, ergänzt der Vorsitzende. Einen Notbetrieb gebe es jetzt schon. Denn die Tafel hat bereits Termine für eine Verlängerung der Ausweise, die zum Nutzen des Tafelangebots berechtigen, vergeben. „Die sind damit hinfällig. Wir werden jedoch aus Kulanz die Ausweise ohne Vorlage der Einkommensnachweise verlängern“, heißt es. Neuanträge werden erstmal zurückgestellt, bis das neue Containerbüro technisch voll funktionsfähig ist und die Bearbeitung wieder geordnet laufen kann.

Das Büro auf dem Parkplatz soll nicht zur Dauerlösung werden, so viel sei klar, betont der Vorsitzende. Aber ob der Verein nach Reparaturarbeiten im Haus wieder ins Büro zurückziehen kann oder sich nach neuen Räumen wird umschauen müssen, ist noch völlig offen. „Wir wissen derzeit noch nicht wie es weitergeht.“ Für Montag sei eine Vorstandssitzung angesetzt. Dann stehe das Thema ganz oben auf der Tagesordnung. Staffe findet die Situation im Moment „schade, mit dem Büro an der Hauptstraße waren wir bisher sehr zufrieden“.

Weitere Informationen zur Arbeit der Tafel, Ausgabezeiten und -orten unter leverkusener-tafel.de.