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Schadstoffe in der Stadt Leverkusen liegen deutlich unter Grenzwert

Umweltministerium wertet Daten von Leverkusen aus : Schadstoffe in der Stadt liegen deutlich unter Grenzwert

Nach der ersten Auswertung der Stickstoffdioxidbelastung 2020 durch das NRW-Umweltministerium hat Leverkusen die Grenzwerte an den beiden Messstellen deutlich unterschritten.

(bu) Darauf weist der CDU-Landtagsabgeordnete Rüdiger Scholz hin. An der Gustav-Heinemann-Straße habe sich der Schadstoffausstoß im vergangenen Jahr auf 32 Mikrogramm pro Kubikmeter verringert. An der Messstelle Manforter Straße wurden sogar nur noch 19 Mikrogramm gemessen.

„Mit den aktuellen Werten liegt Leverkusen an beiden Messstationen deutlich unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm“, sagt Scholz. Diese Verbesserung sei nicht nur auf das geringeren Verkehrsaufkommen während der Corona-Krise  zurückzuführen – „sie ist auch ein Ergebnis einer konsequenten Politik der systematischen Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Luftqualität“.

An der Gustav-Heinemann-Straße sind die Werte von 46 Mikrogramm im Jahr 2017 über 43 Mikrogramm 2018 und 38 Mikrogramm 2019 auf nun 32 Mikrogramm gesunken. An der Manforter Straße verlief die Entwicklung von 27 (2017) über 25 (2018) und 22 (2019) auf nun 19 Mikrogramm in 2020.

Wichtig sei, dass in Leverkusen „weiter konsequent an der Mobilitätswende gearbeitet wird“. Dazu gehöre unter anderem der künftige Einsatz von E-Bussen durch die Wupsi und die weitere Ausrüstung der Verbrennungsmotoren mit modernen Abgasfiltern. „Es müssen aber auch viele Maßnahmen zur Mobilitätswende deutlich beschleunigt werden, unter anderem im Bereich des Fahrradverkehrs.“

Beschlüsse der Politik, wie der Bau der Verlängerung des Radwegs von der Straße Am Vogelsang über die Grabelandfläche zur Löhstraße, dürften nicht jahrelang liegen bleiben, schreibt Scholz in einer Pressemitteilung weiter.  Außerdem sei es „inakzeptabel, wenn die Verwaltung sechs Jahre benötigt, um beschlossene zusätzliche Fahrradboxen an den S-Bahnhöfen aufzustellen.“

Auch die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf die Bahn müssten deutlich verbessert werden. Dazu gehörten unter anderem notwendige weitere P+R-Parkplätze an den S-Bahnhöfen. Auch dort gebe  Zeiträume „von rund zehn Jahren vom Beschluss bis zur Umsetzung, wie am S-Bahnhof Rheindorf“, sagt der Landtagsabgeordnete.

(bu)