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Leverkusen: Saison für Fahrraddiebe beginnt genau jetzt

Leverkusen : Saison für Fahrraddiebe beginnt genau jetzt

Beim Fahrradaktionstag in Opladen haben wir uns mit der Polizei darüber unterhalten, wo Langfinger in Leverkusen besonders gerne zuschlagen - und warum.

Leverkusen hat ein Stauproblem. Weil der Verkehr in der und um die Stadt stockt, steigen immer mehr Menschen auf das Fahrrad um. Das freut auch Fahrraddiebe. Deren Saison beginnt genau jetzt, sagt Kriminalhauptkommissar Andreas Barke.

Zwar ist die Zahl der Fahrraddiebstähle in Köln und Leverkusen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent zurückgegangen, dennoch aber wurden im vergangenen Jahr in beiden Städten insgesamt 8700 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher.

Die Wahrscheinlichkeit, Beute zu machen, ist für Diebe da am größten, wo am meisten Fahrräder abgestellt werden. "Das ist zum Beispiel an Bahnhöfen, an Schulen oder bei Veranstaltungen", sagt Barke. Einer der Brennpunkte in Leverkusen sei der Abstellplatz am Bahnhof in Opladen.

Wer dort herumgeht, erkennt auch gleich, warum. "Der größte Fehler, den man machen kann, ist, sein Rad nirgendwo zu befestigen, die Diebe tragen es dann einfach weg", sagt Barke. "Sicher ist es nur, sein Rad mit einem Panzerschloss an einen festen Gegenstand zu ketten." Besonders professionell agierende Banden haben es leicht, wenn Fahrräder nicht richtig gesichert sind.

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Wie dreist diese Banden sind, zeigt ein Fall aus Münster. Dort wurde am Mittwoch ein Trio erwischt, als es nicht angekettete Fahrräder auf einen Transporter hob. Als ein Polizeiwagen dem Transporter den Weg zustellte, rammte der Fahrer den Wagen.

Die hohe Zahl von Fahrraddiebstählen nur Banden in die Schuhe zu schieben, wäre aber zu leicht. "Den" Fahrraddieb gibt es nicht. Die Polizei unterscheidet zwischen verschiedenen Typen. Neben Banden gibt es Einzeltäter, die die Fahrräder weiterverkaufen wollen und solche, die nach Gelegenheit Fahrräder stehlen, um damit von A nach B zu fahren.

So ist es auch zu erklären, dass neben teuren Fahrrädern immer wieder alte Drahtesel gestohlen werden. Davon berichtet Polizeihauptkommissar Barke. Im Falle eines Diebstahls rät er, das sofort der Polizei zu melden.

Wichtig sei es dann, die Daten zum gestohlenen Fahrrad nennen zu können, etwa mit einem Fahrradpass. Den gibt es mittlerweile übrigens auch digital als App. Die Polizei rät dazu, Fahrräder codieren zu lassen.

"Wir hoffen, dass das abschreckende Wirkung auf Diebe hat, vor allem dient es aber der zügigen Rückverfolgung, wenn ein Rad gefunden wird.

Ausführliche Informationen zur Fahrrad-App gibt es im Internet unter der Adresse: www.polizei-beratung.de

(RP)