Leverkusen/Hamm: RWE-Kraftwerk: bis 28 Mio Verlust

Leverkusen/Hamm : RWE-Kraftwerk: bis 28 Mio Verlust

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) wird ihren Einstiegsversuch in die Stromerzeugung über das RWE-Kohlekraftwerk Hamm möglicherweise mit einem Verlust von 28 Millionen Euro bezahlen müssen. Dies ist jedenfalls der Fall, wenn RWE den Leverkusener Stadtwerken die Kraftwerksbeteiligung für einen symbolischen Euro abkaufen wird.

"Uns liegen allerdings derzeit keine Angebote vor", sagte gestern Rolf Menzel, kaufmännischer Geschäftsführer der Energieversorgung Leverkusen, und widersprach damit der Vollzugsmeldung im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", in dem die Stadtwerke Leverkusen ausdrücklich erwähnt werden. Der EVL und den Stadtwerken Hamm würden derzeit von RWE "neu gestaltete Verträge" unterbreitet, heißt es in dem Magazin.

Leverkusens Oberbürgermeister und sein Kollege aus Hamm führen aber in den nächsten Tagen Verhandlungen mit RWE. Insgesamt hatten sich 23 Stadtwerke an dem Kraftwerksprojekt beteiligt.

Zur Kompensation des drohenden Verlustes der Kraftwerksanteile hat die EVL schon 16 Millionen Euro zurückgelegt. Sollte es tatsächlich zum Schnitt kommen, wäre die Existenz der EVL keinesfalls gefährdet, aber das kommunale Unternehmen würde ins Minus rutschen und in dem Jahr keinen Gewinn an die Stadt Leverkusen oder an die Rheinenergie Köln (beide Eigentümer der EVL) abführen können.

(US)
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