RS-Virus in Leverkusen Kinderärzte müssen Kranke wegschicken

Leverkusen · Das RS-Virus bringt Leverkusens Kinderärzte ans Limit. Verzweifelte Eltern, E-Mail-Berge und ein permanent klingelndes Telefon erwarten Kinderarzt Stephan von Landwüst  und seine Mitarbeiter täglich in der Praxis. Die Politik müsse handeln, fordert er.

 Wie ist die Atmung, wie der Allgemeinzustand des Kindes? Das fragen Praxismitarbeiter bei den Eltern vorher am Telefon ab.

Wie ist die Atmung, wie der Allgemeinzustand des Kindes? Das fragen Praxismitarbeiter bei den Eltern vorher am Telefon ab.

Foto: dpa/Friso Gentsch

Krisenzeiten in Deutschlands Kinderarztpraxen. Das RS-Virus breitet sich aus, doch nicht jedem Kind kann sofort geholfen werden, berichtet Kinderarzt Stephan von Landwüst aus Wiesdorf. „Eigentlich können wir nur Kinder mit Risikofaktoren zur Vorstellung bitten.“ Sein Praxisteam müsse nach Dringlichkeit entscheiden, welches Mädchen oder welcher Junge mit einer Atemwegserkrankung zuerst drankomme. Geschulte Mitarbeiterinnen seien dafür zuständig, am Telefon oder per Mail herauszufinden, wer dringend behandelt werden müsse und wer warten könne.