RP Leverkusen empfängt Tollitäten, Tanzkorps und tolle Typen

Mini-Mini-Schwadbuden : Von Kopf bis Strumpfhose einfach jeck

Die große Schwadbud musste ausfallen. Die RP empfing dennoch Tollitäten in den Redaktionsräumen bei einer Miniaturausgabe der Schwadbud.

Josef Landwehr trägt sein Haar jetzt lang. Das heißt, sein Haar ist es nicht, das der Chef der KG Hetdörper Mädche und Junge an Weiberfastnacht als Kopfputz zeigt. Obenrum ist er Pipi Langstrumpf. Notgedrungen. Landwehr hatte „eine Art Wette“ verloren. „Ich hatte die Wahl: entweder ein Zehn-Liter-Fässchen Kölsch oder eine Pipi-Langstrumpf-Perücke tragen“, erzählt Landwehr schelmisch schmunzelnd. Und wer ihn kennt, der weiß, das Fässchen könnte er trotzdem... Die Hitdorfer samt überaus knackigem Dreigestirn, Jungfrau Michele, Prinz Mark I. und Bauer Sven, waren die Ersten, die trotz ausgefallener großer zur Mini-Mini-Schwadbud in den RP-Redaktionsräumen kamen, sahen und sangen. Besonders Jungfrau Michele mit herrlicher Kinnbartflechterei („Das rote Schleifchen habe ich bei Haustierzubehör gefunden“) hat Temperament mitgebracht und Bützlaune. Martina Wolter, Mutter der Schwadbud und  im Rest des Jahres Redaktionsassistentin, muss ordentlich gebützt werden. Sie feiert ihren Schwadbudabschied. Vor der nächsten Straßensause geht die jecke Leichlingerin in Ruhestand.

Von ruhig stehen kann allerdings an Weiberfastnacht keine Rede sein. Denn erst klopft Prinz Thorsten I. samt seinen Pagen Janice (20) und Tabeah (18), seinen Adjutanten und FLK-Chef Uwe Krause an.  Und während Thorsten gekonnt seinen Federkopfputz balanciert und in Strumpfhosen sehr, sehr, sehr... also gut aussieht, verraten seine Töchter, die seine Pagen geben: „Schon unser Opa hat Strumpfhose getragen. Er ging als Römer. Ihm war aber kalt, da hat er sich eine Strumpfhose von Oma ausgeliehen.“, erzählt Tabea. Wie schön.

Dickes Lob lässt sich wenig später verteilen, als die Pänz vom Rosenhügel, angeführt von der Standartenträgerin Hanna, die Redaktion in eine Tanzbühne verwandeln. Von der süßen Nathalie (5), der Tochter des Neustadtfunken-Präsidenten Stefan Hebbel, bis zu den älteren perfekt die Beine schwingenden Mädchen  präsentiert die Truppe eine klasse Vorführung samt Hebefiguren auf engstem Raum. Da klatscht das kleine Redaktionspublikum begeistert. Allen voran Tom I. und Corinna I., die das Kinderprinzenpaar der Neustadtfunken bilden und dabei ebenfalls eine gute Figur machen.

Die Pänz vom Rosenhügel mit den RP-Zeitungsenten, die sie als kleines Geschenk für ihren famosen Auftritt überreicht bekamen. Foto: Bernd Bussang

Und während die Altstadtfunken am Morgen kurz vor der Abreise in die verbotene Stadt – die Truppe war auf dem Weg zu einem jecken Stelldichein mit Innenminister Herbert Reul – kundtaten, sie kämen im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder zur Schwadbud in der Kölner Straße, beehren die Neustadtfunken die RP schon jetzt. „Wir sind mit alle Mann hier“, sagt Präsident Stefan Hebbel. In der Tat: Alle Mann und Frau fluten die Redaktion. Und weil die Herren etwas größer als die Pänz sind, gibt es passend zu Miniatur-Schwadbud eine Mini-Vorführung: Es wird einmal kurz der Zabel präsentiert. Mini-Mini-Schwadbud – klein, aber durchaus fein.