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Leverkusen: Rohrbrüche: Häufung nicht erklärbar

Leverkusen : Rohrbrüche: Häufung nicht erklärbar

Mindestens noch eine Woche, eher aber zwei Wochen, wird es dauern, bis an der Kreuzung Quettinger Straße/Feldstraße wieder der Autoverkehr ungehindert rollen kann. "Wir müssen wegen des Wasserrohrbruchs die komplette Fahrbahn und wahrscheinlich Teile des Bürgersteigs erneuern", sagte am Donnerstag Dr. Ulrik Dietzler, technischer Geschäftsführer der Energieversorgung Leverkusen (EVL).

Mittwochnacht und -nachmittag hatte es in Quettingen, Steinbüchel, Waldsiedlung und in Edelrath Rohrbrüche gegeben. Ein Zusammenhang bestehe nicht, die Häufung der Vorfälle an einem Tag sei nicht erklärbar, zumal die Leitungen teils vom Wupperverband, teils vom Pumpwerk Rheindorf versorgt werden.

Beschlossen wurde zudem, ein etwa 100 Meter langes Leitungsstück vorsorglich auszutauschen. Dieses Faserzement-Rohr ist etwa 30 Jahre alt und wurde beim Umbau der Quettinger Straße nicht wie die anderen Leitungen erneuert. Da es innerhalb von drei Jahren jetzt den zweiten großen Rohrbruch an dieser Hauptleitung in der Quettinger Straße gab, wird die vorsorgliche Reparatur fällig. "Das Besondere an Faserzement-Rohren ist, dass daraus bei einem Bruch sofort große Mengen Wasser kommt", erklärt Dietzler, deshalb seien bei diesem Rohrtyp die Schäden so umfangreich. Ein Drittel der EVL-Wasserleitungen bestehen aus Faserzementmaterial, inzwischen setzen die Wasserversorger auf Kunststoffrohre.

Inzwischen läuft der Autoverkehr in Quettingen über die Umleitungsstrecke relativ gut. Die Stadt hat die Ampel an der Feldstraßen-Kreuzung ausgeschaltet und damit das Stauproblem, auch auf der Fixheider Straße, weitgehend gelöst. Für die Buslinien kommt es zu keinen Verspätungen mehr, sagte eine Wupsi-Sprecherin. Aber: Die Autofahrer missachten fast alle die Stopp- und Vorfahrtsregelung an der Kreuzung. Macht jedoch nichts, weil sich die Fahrer meist so verhalten, als ob die Strecke Feldstraße/Borsigstraße die Hauptstraße sei. Tatsächlich gilt an der Kreuzung die Regelung "abknickende Vorfahrt" von der Borsigstraße nach rechts in die (derzeit gesperrte) Quettinger Straße. Die Stadt überlegte am Donnerstag, ob sie die Vorfahrtsregelung während der Bauzeit ändern soll.

EVL-Geschäftsführer Dietzler lobte ausdrücklich die Arbeit seiner Reparaturmannschaften und der eingesetzten Privatfirmen. Das Zusammenspiel aller Abteilungen habe wunderbar geklappt. "Und die Anwohner, die von den Wasserunterbrechungen betroffen waren, haben viel Verständnis für unsere Lage gezeigt." Für die Anwohner der Quettinger Straße stand Mittwoch ab ca. 17 Uhr wieder die Wasserversorgung, am Edelrather Weg dauerte es bis Donnerstag gegen fünf Uhr. Ab Dienstbeginn konnten in Edelrath auch am Donnerstag die Linienbusse ihre gewohnte Strecke fahren.

(irz)