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Richtfest am ersten Fahrradparkhaus in Leverkusen

Gesamtkosten für das Projekt in Opladen liegen bei 3,3 Mio. Euro : Richtfest am ersten Fahrradparkhaus der Stadt

Ein Jahr später als geplant zwar, aber nicht mit weniger Enthusiasmus für die Mobilitätswende feierten Vertreter von Bahnstadt, Stadt und Wupsi den Rohbau im Auge der Bahnhofsbrücken-Rampe in Opladen. Das Gesamtprojekt ist mit 3,3 Mio. Euro Kosten verbunden.

Drei Ebenen mit Stellplätzen für 419 Fahrräder und sieben Lasten- oder Sitzfahrräder, davon 216 im Innenbereich und 86 im Freien: Das sind die Kennzahlen des ersten Leverkusener Fahrradparkhauses, das am Bahnhof Opladen aufgestellt ist. Mit fast einem Jahr Verspätung wurde jetzt Richtfest gefeiert. Obwohl ein Richtkranz fehlte und Sonnenblumen stattdessen in 6,50 Metern Höhe angebracht waren.

Die Corona-Pandemie und eine notwendige Überarbeitung hatten zu diesen Verzögerungen geführt. Anstelle mit dem Bau im Jahr 2020 beginnen zu können, gelangen die vorbereitende Arbeiten am Westende der Bahnhofsbrücke erst im März 2021. Hinzu kam eine erforderliche Anpassung des Förderantrags an Geldgeber und Netzwerkpartner Nahverkehr Rheinland, ohne dessen Unterstützung die Realisation nicht gelungen wäre. Andreas Schönfeld, Geschäftsführer der neuen Bahnstadt Opladen, beteuerte: „Nur mit dieser Hilfe sind wir in der Lage, das Angebot leisten zu können. Ein Fahrradparkhaus mit knapp 430 Abstellmöglichkeiten ist schon eine Hausnummer.“

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In diesem Zusammenhang bezeichnete Oberbürgermeister Uwe Richrath das multifunktionale Fahrradparkhaus als „weiteren Baustein der Mobilitätswende“. Aufsichtsratsvorsitzender Paul Hebbel betonte: „Wir tun das, was wichtig ist: Wir schaffen Angebote für die Bevölkerung. Und hoffen darauf, dass sie angenommen werden.“ Leider sei man mit der Belegung der Abstellanlage auf der Ostseite nicht ganz zufrieden. Von insgesamt 82 überdachten und abgesicherten Plätzen für eine Jahresgebühr in Höhe von 50 Euro würden meistens nur zehn genutzt. Die Ursache dafür sieht Schönfeld im Vandalismus. Im Fahrradparkhaus auf der Westseite sei so etwas nicht möglich, versicherte er. Hebbel ergänzte: „Hier wurde Kapazität für die Zukunft geschaffen. Denn wir alle setzen darauf, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel der Zukunft immer wichtiger wird.“

Elektronische Sperren sichern den Zugang zum Parkhaus. Über insgesamt 60 Treppenstufen oder Rampen gelangen Nutzer bis auf die dritte Etage. Dort stehen insgesamt 86 Plätze zur kostenfreien Verfügung. Einziger Nachteil: Die Räder sind nicht vor Wind und Wetter geschützt. Anders, als auf den unteren Etagen, die wiederum nicht gratis sind. Die genauen Kosten ständen noch nicht endgültig fest, teilte Wupsi-Sprecherin Kristin Menzel mit. Stadt und Wupsi seien gerade in der Überlegung, um verschiedene Preiskategorien und Modelle anbieten zu können. Im ersten und zweiten Geschoss sind Räder in sogenannten Doppel-Parkern auf zwei Ebenen abstellbar. Eine Gasdruckfeder erleichtert das Hoch- und Runterfahren der Boxen.

Bis zur Fertigstellung des Fahrradparkhauses dürfte es aber noch eine Weile dauern. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Außenfassade noch fertig gebaut werden muss. „Wegen Materialknappheit sind die Lieferzeiten fast doppelt so lang“, beschrieb Matthias Strauch, Mitarbeiter der ausführenden Metallbaufirma Appelrath. Trotz allem sei man mit den Kosten in Höhe von rund 3,3 Mio. Euro „absolut im Auftragsrahmen“, betonte Schönfeld. Zur Sicherheit habe man sich bereits im Vorfeld 300.000 Euro reserviert, während alles ursprünglich Geplante von vornherein aufgestockt werden musste und insofern keine Kostenerhöhung sei.