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Leverkusen: Rheinanleger Wiesdorf wird verladen

Leverkusen : Rheinanleger Wiesdorf wird verladen

Ein Kran hievte den demontierten Anleger in ein Frachtschiff. Das bringt die Teile zur Wartung nach Andernach.

Einen Schiffskran sieht man in Leverkusen nicht all zu oft. Und doch konnten vorbeigehende Jogger, Radfahrer oder Spaziergänger am Rheinufer in Höhe des Neulandparks diesen bei der Arbeit bestaunen. Denn der Rheinableger Wiesdorf wurde gestern abgebaut und zur Wartung nach Andernach gebracht.

"Da wurde es auch Zeit", erklärte Hans Mosblech von den Technischen Betrieben Leverkusen (TBL). Vor zwölf Jahren wurde der Anleger zur Landesgartenschau mit der Auflage gebaut, alle zehn Jahre kontrolliert und gewartet. Doch da sich unter anderem auf die erste Ausschreibung nur ein Unternehmen mit einem zu teuren Angebot meldete, musste die Wartung nochmals neu und leicht verändert ausgeschrieben werden. Gleich zwei Schiffe waren im Einsatz. Neben einem Personenschiff war auch ein großes Schiff mit oben genannten Kran geladen, der die Brücken innerhalb kürzester Zeit auf den Frachter auflud und Richtung Kaimauer am Chempark fuhr. Von dort wurden die Brücken auf Tieflader gehoben und über die Straße nach Andernach gefahren.

Anders sah das bei den Schwimmpontons aus. Sie wurden auf dem Wasserweg direkt zur Instandsetzungsfirma rheinaufwärts gezogen. In zwei Monaten soll dann alles wieder an Ort und Stelle sein. "Am 24. Juni veranstaltet Wolfgang Orth das "River Boat Shuffle" - bis dahin sollte alles wieder stehen, da das Schiff in Leverkusen ablegt", erklärte Mosblech, merkte allerdings an: "Falls da der Wasserspiegel nicht noch weiter fällt." Denn momentan sei dieser schon sehr tief. Viel später hätte man mit dem Abbau gar nicht starten können, sonst wären die Schiffe wohl aufgesetzt. Aus diesem Grund soll auch der "Feuerwehr-Ponton" auf die linke Seite des Schiffanlegers positioniert werden. Bislang war er an der rechten Seite befestigt, aber da Schlick und Sand in Richtung des Pontons gespült wurden und der Bereich verlandete, konnte dort die Feuerwehr nicht mehr anlegen. Im Moment hat diese in Hitdorf ihren Anlegeplatz, aber glücklich sei die Feuerwehr damit nicht. Da Hitdorf nicht zentral liege, bräuchte man sehr lange, bis man die Feuerwehrzentrale an der Stixchesstraße erreichen würde. Um die 20 Minuten an wertvoller Zeit würde man laut Mosblech dadurch verlieren. Rund 250.000 Euro wird die Instandhaltung kosten.

Ob dadurch auch mehr touristische Rheinausflugsgäste in die Stadt Leverkusen kommen werden, wird sich in Zukunft erst noch zeigen. Im Stadtmarketing-Konzept soll nach Angaben von Stadtsprecherin Ariane Czerwon der Schiffsanleger in Wiesdorf immerhin berücksichtigt werden.

(RP)