Opladen: Remigius und St. Josef bündeln Lungenfachabteilung

Opladen: Remigius und St. Josef bündeln Lungenfachabteilung

Die Zukunft sieht nicht rosig aus, wenn man einer Prognose der World Health Organisation (WHO) für das Jahr 2020 glaubt. Demnach sterben 25 Prozent mehr Menschen in Deutschland an Lungenentzündungen, Bronchialkrebs oder Raucherbronchitis. Damit wären Atemwegserkrankungen dann die dritthäufigste Todesursache. Das war auch einer der Gründe, warum Spezialisten des Opladener Remigius- und des Wiesdorfer Sankt-Josef-Krankenhauses nun ihre Kräfte bündelten. Nachdem die notwendigen Voraussetzungen für die Fusion der beiden Abteilungen abgeschlossen sind, konnte die Pneumologie – das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Lungenerkrankungen beschäftigt, einschließlich der Schlafmedizin – nun nach Opladen umziehen.

Wie es zu der deutlich vergrößerten Klinik kam, erläuterten die beiden Chefärzte Marc Spielmanns und Jürgen Walthier gestern in einem Pressegespräch. Statt das Leistungsspektrum in mehrere Fachbereiche aufzuteilen, wollte man die Innere Medizin als eine "kompetente Einheit" anbieten, so dass spezialisierte Mediziner Hand in Hand arbeiten können, schilderte Walthier. Das liege vor allem daran, dass Patienten heutzutage nicht nur eine Krankheitsdiagnose aufzuweisen hätten, sondern gleich mehrere, die sich gegenseitig beeinflussten. Beispiel: Diabetiker leiden häufig unter dem so genannten Schlafapnoe-Syndrom, also Atem-aussetzern im Schlaf. Ab sofort sind also Fachärzte für Innere Medizin, Gastroenterologie, Diabetologie, Pneumologie, Kardiologie, Schlafmedizin und Nephrologie unter dem Dach der Opladener Klinik angesiedelt. "Damit haben wir ein Niveau erreicht", sagte Walthier, "in dem wir nur noch in Ausnahmefällen eine andere Spezialklinik brauchen." Effizienter könne es nicht gehen.

Neben den beiden Chefs kümmern sich fünf Ober- und 17 Assistenzärzte um das Wohl der Kranken, für die wiederum insgesamt 105 Betten bereit stehen. Mit bald 18 zusätzlichen Intensivbetten habe man dann eine "Größenordnung erreicht, die einer Uniklinik entspricht", erläuterte Spielmanns: "Bei uns werden die Patienten schnell und optimal versorgt." Im Wiesdorfer Sankt-Josef-Krankenhaus geblieben sind die Geriatrie sowie eine kleine Abteilung Innere Medizin. Dazu gibt es vier Betten für die Intensiv-Pflege.

(RP)