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Razzia gegen Wasserpfeifentabck

Razzia des Zollamts auch in Leverkusen : Wasserpfeifentabak illegal hergestellt – Fahnder durchsuchen drei Wohnungen

Im Zuge einer Razzia gegen mutmaßlich illegale Hersteller von Wasserpfeifentabak sind in Leverkusen drei Wohnungen durchsucht worden. Sieben Verdächtige wurden festgenommen und wieder freigelassen, darunter kein Leverkusener. Der Steuerschaden soll sich auf 350.000 Euro belaufen.

Unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Köln ermittelt das Zollfahndungsamt Essen seit Juni 2020 gegen mehrere Personen aus Köln wegen des Verdachtes der gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der illegalen Herstellung und dem Handel mit unversteuertem Wasserpfeifentabak. Am 14. und 15. Juni durchsuchten mehr als 100 Einsatzkräfte von Polizei und Zollfahndung in einer konzentrierten Aktion insgesamt 16 Objekte in Köln, Leverkusen und Troisdorf. Dabei wurden mindestens 6000 Kilo Wasserpfeifentabak, 750 Kilo Rohtabak, mehrere hundert Kilogramm Vormaterialien, über 100.000 gefälschte Steuerzeichen sowie eine komplette Produktionsanlage sichergestellt. Anstoß für die Ermittlungen war laut Staatsanwaltschaft die Sicherstellung von 297 Kilogramm unversteuertem Wasserpfeifentabak in einer Garage in Köln im Jahr 2020. Die weiteren Ermittlungen des Zolls führten zu einem vermeintlich legalen Herstellungsbetrieb im Großraum Köln, aus dem gefälschter und unversteuerter Wasserpfeifentabak ausgeliefert wurde. Am 20. März wurden in einem Transportfahrzeug, das kurz zuvor den Betrieb verlassen hatte, erneut 200 Kilo eines gefälschten und unversteuerten Wasserpfeifentabaks sichergestellt.

Es besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten den gefälschten und unversteuerten Wasserpfeifentabak außerhalb der Legalproduktion nach Feierabend produzierten. In den frühen Abendstunden des 14. Juni  wurden in einem Auslieferungsfahrzeug des Herstellungsbetriebes abermals 1200 Kilo des gefälschten und unversteuerten Wasserpfeifentabaks sichergestellt. Im Anschluss durchsuchten die Einsatzkräfte Wohnungen, Lager, Firmen und Fahrzeuge in Köln, Leverkusen und Troisdorf. Insgesamt konnten sieben Beschuldigte im Alter von 22 bis 37 Jahren zunächst vorläufig festgenommen werden, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder freigelassen wurden. Am 15. Juni  wurden die Maßnahmen in Troisdorf und Köln fortgesetzt. Der durch die illegale Produktion des sichergestellten Wasserpfeifentabaks entstandene Steuerschaden beläuft sich den Ermittlern zufolge auf etwa 350.000 Euro.

(bu)