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Leverkusen: Ratsmehrheit stimmt für Aufgabe Freibad Auermühle

Leverkusen : Ratsmehrheit stimmt für Aufgabe Freibad Auermühle

Ehe der Betriebsausschuss Sportpark in seiner Sitzung am Donnerstag mit den Stimmen der Ratsmehrheit von Jamaika Plus (CDU, Grüne, FDP, Die Unabhängigen) für die Aufgabe des Schwimmstandorts Auermühle votierte, wurde erneut ausgiebig diskutiert.

Auch Carsten Trinks, Vize-Vorsitzender des Sportbunds Leverkusen und Vorstandsmitglied des Bürgervereins "Rettet die Auermühle" kam zu Wort. Vielleicht hätte man das Schwimmbad nach gründlicher Sanierung und mit Beteiligung von Bürgern noch retten können, spekulierte er. Auf jeden Fall solle die Grünanlage, "ein Kleinod, um das uns viele Städte beneiden", für Bürger erhalten bleiben.

Dieter Scholz, Mitarbeiter des Sportparks SPL Leverkusen bestätigte, die Vorlage sehe ohnehin den Erhalt der Grünfläche als "Grüner Fächer" vor. Was darüber hinaus möglich sei, werde die von JamaikaPlus beantragte Machbarkeitsstudie aufzeigen. Sitzungsleiter Christopher Krahforst (CDU) versprach, Verein und Bürger nach deren Vorliegen möglichst früh in die Pläne zur Weiterentwicklung des Geländes einzubeziehen.

Da bereits der JamaikaPlus-Antrag bezahlbaren Wohnraum forderte, wurde ein Änderungsantrag der Bürgerliste, der eine Ausweisung von Flächen für Sozialen Wohnungsbau verlangte, bei der späteren Abstimmung abgewiesen. Einstimmig angenommen wurde hingegen der Antrag über die vorgesehenen Umbauarbeiten für die Schwimm- und Saunalandschaft des Freizeitbads CaLevornia. Die Maßnahmen erfordern eine Schließung vom 16. September bis 20. Dezember. In dieser Zeit wird auch ein kleiner Anbau an das Verwaltungsgebäude errichtet. Die Sauna ist für Besucher ab dem 11. Oktober wieder geöffnet.

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Auch dort wird umfangreich saniert, unter anderem der Whirlpool erneuert. Änderungen im Saunagarten seien ebenfalls geplant, sagte Scholz, der die Gesamtkosten für Sanierung und Erneuerung des kompletten Umkleide-, WC-, Dusch- und Fönbereichs mit 850 000 Euro bezifferte. Vor allem wegen der hohen Frequentierung seien Materialien des 1998 eröffneten Bads "stark in Mitleidenschaft gezogen", die Arbeiten "dringend erforderlich". Aufteilung und Ausstattung von Umkleiden, Dusch- und Toilettenräumen würden aktuellen Erfordernissen und behindertengerecht angepasst, der Behindertenbeirat in die Planungen eingebunden. Ferner sind veränderte Kassen- und Schließsysteme sowie ein Quick-Check-in geplant.

Der alte Eingang zum Freibad werde an Tagen mit großem Andrang aktiviert. "Ich gehe davon aus, dass wir die dreimonatige Bauzeit einhalten", sagte Scholz und ergänzte: "In den nächsten 15 bis 20 Jahren haben wir dann wieder Ruhe."

(gkf)