Leverkusen: Rathaus-Galerie Vorreiter bei WLAN in der City

Leverkusen : Rathaus-Galerie Vorreiter bei WLAN in der City

Während die anderen Händler in Wiesdorf noch rechnen, wie sie den Service stemmen können, plant ECE schon weitergehende Projekte.

Die technische Hürde ist schnell übersprungen: WLAN- Einstellung öffnen, das Netz auswählen und die Nutzungsbedingungen akzeptieren - schon können die Besucher der Leverkusener Rathaus-Galerie zwei Stunden kostenlos im Internet surfen, wie ein Praxis-Test unserer Redaktion gestern belegte. Das Einwählen funktionierte problemlos, und selbst größere Datenmengen ließen sich ohne zeitliche Verzögerung herunterladen.

Der Zugang ist ein neues Service-Angebot des Einkaufs-Centers, das zum Hamburger ECE-Konzern gehört. Der sieht kostenfreies WLAN inzwischen als unverzichtbar für seine Häuser an, wie Projektmanager Sebastian Baumann betont. Getestet wurde in zwei ECE-Kaufhäusern - im Alstertal Einkaufszentrum Hamburg und am Limbecker Platz in Essen.

"Dort konnten wir feststellen, dass über 20 000 User im Monat die Möglichkeit des kostenfreien WLAN's nutzen und über eine Million Minuten Nutzungsdauer je Monat und Center anfallen", berichtete Baumann jetzt auf Anfrage. Aufgrund der starken Nachfrage sei dies "ein Service, den wir als ECE bundesweit ausrollen". Kostenfreies WLAN - das hätte die City-Werbegemeinschaft für ihre Mitglieder auch bereits gerne, doch es ist noch nicht so weit, wie Vorsitzender Frank Schönberger gestern noch einmal bestätigte: "Wir sind auf einem guten Weg, können zurzeit aber noch nicht sagen, wann das ganze genau an den Start geht", sagte er.

Verschiedene Varianten dazu seien durchgespielt worden, vieles davon ließ sich allein wegen der Kosten nicht umsetzen. Die aktuelle Option : Die Einzelhändler müssten dem Verein Freifunk beitreten und einmalig einen Beitrag zwischen geschätzt 60 oder 70 Euro zahlen. Dafür könnten in den Geschäften W-LAN-Router aufgestellt werden.

Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) habe sich bereiterklärt, mögliche "Funklöcher" zu stopfen, berichtete Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn im Januar beim Neujahrsempfang der City-Werbegemeinschaft. Schönberger ergänzte: ""Auch wir wollen diese bezahlbare Lösung technisch unterstützen." In den Info-Stelen gebe es entsprechende Ausrüstung. Unterdessen plant ECE bereits weitere Offensiven, hat die bereits genannten Einkaufscenter in Hamburg und Essen als so genannte Future Labs etabliert, wie Sebastian Baumann betont: "Dort werden innovative Technologien und neue Services auf Herz und Nieren geprüft. Entwicklungen, die den Kunden gefallen, werden dabei weiter verfolgt und auch in anderen Centern eingesetzt. Was nicht ankommt, wird wieder aus dem Programm genommen und durch neue Ideen ersetzt." Zurzeit im Test:

Informationskiosks mit 3D-Wegeleitsystem Neben einer Suchfunktion für Shops und einzelne Produktgruppen bietet das stationäre System die Möglichkeit, sich den Weg zum gewünschten Shop als Video aufs Handy zu holen.

Click & Collect ECE hat als erster Shopping-Center-Betreiber eine App entwickelt, mit der die Produkte mehrerer Retailer eines Centers über die App gekauft werden können.

Interaktive Kinderspielfläche LED-Böden visualisieren eine Spiellandschaft, auf denen die Kinder sich bewegen, Augmented Reality-Kameras erkennen die Bewegungen der jüngsten Center-Besucher, und dadurch können die Kids den Spielverlauf beeinflussen und Punkte sammeln.

WLAN, versichert ECE, sei nur der Anfang.

(RP)
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