Quartiersmanagerin Tanja Deiters stellt sich in Manfort vor

Tanja Deiters : Quartiersmanagerin stellt sich vor

Tanja Deiters hatte zur Stadtteilversammlung eingeladen und tauschte sich mit den Manfortern aus.

Die Manforter trafen sich jetzt zur Stadtteilversammlung. Erstmals konnten die anwesenden Interessierten sich ein Bild von der neuen Quartiersmanagerin Tanja Deiters machen sowie sich aktuelle Informationen zu den einzelnen geplanten Engagements einholen. Beim 2015 gestarteten Prozess GLIM „Gemeinsam Leben in Manfort“ sollte in Sachen Quartiersentwicklung durch das Diakonische Werk mit maßgeblicher Unterstützung der Stadt Leverkusen und des Landes NRW eine dauerhafte Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse im Stadtteil in die Wege geleitet werden.

Der Rückblick zeige, so die Quartiersmanagerin, dass der Plan sukzessive umgesetzt wurde und weiterhin wird. Das Nachbarschaftszentrum in der Johanneskirche sei ein beliebter Treff für Manforter geworden, in Zukunft soll das Angebot für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren ausgeweitet werden. Seniorengymnastik, Spielenachmittage und Theaterprojekte seien Bereiche, die für mehr Qualität im Stadtteil sprechen.

Auch der Umsonstladen und das Nachbarschaftscafé würden gut angenommen werden. Das Programm „Zusammen im Quartier“ soll zusätzlich die Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut fördern. Hier seien unter anderem in Zukunft Graffitiworkshops, Fußballturniere, Koch- und Bastelangebote sowie ein Zirkusprojekt geplant.

Neue Pläne des evangelischen Kirchenkreises wurden ebenfalls vorgestellt. Die Johanneskirche soll umgenutzt werden. Das Gebäude der denkmalgeschützte Notkirche bleibt dabei erhalten, wird allerdings zu einer Kindertagesstätte umgebaut. Eine bis zu sechsgruppige Kindertageseinrichtung sei geplant. So hätten 80 bis 100 Kinder die Möglichkeit, zum Start des Kindergartenjahres 2021/2022 das Kirchengebäude mit Leben zu füllen.

Außerdem soll unter dem Arbeitstitel „Diakonisches Zentrum Manfort“ der Kirchenkreis eine verstärkte Präsenz an der Scharnhorststraße zeigen. Das bisherige Pfarrhaus wird Stützpunkt einer Diakoniestation. Und ein Neubau soll auf dem Gelände Platz für multifunktionale Gemeinderäume, betreutes Wohnen und preisgedämpften Wohnraum für Familien bieten. „Wir wollen uns in Manfort nicht zurückziehen. Im Gegenteil. Wir wollen als Kirche mehr Präsenz vor Ort zeigen“, so lautet das Fazit von Michael Posthaus, Verwaltungsleiter des Kirchenkreises.

Das seit Monaten in der Kritik stehende Bauprojekt rund um das geplante islamische Gemeindezentrum an der Poststraße wurde bei der Bürgerversammlung allerdings recht wohlwollend aufgenommen. Begrüßt wurde von den Manfortern die Idee des Maghariba-Vereins, dass das interkulturelle Zentrum nicht nur Gebetsräume bietet, sondern auch ein harmonisches Zusammenleben und mehr Integration im Stadtteil fördern soll.